Juli, 2000 Archive PsychoForum
Geschrieben am Juli 22nd, 2000
Hallo,
vor kurzem rief mich ein Freund aus Deutschland an, bei dem ADS diagnostiziert wurde… er hat spontan an mich gedacht, weil ihn mein ganzes Verhalten scheinbar stark an sich selbst erinnert hatte. Er hat mir einen Fragebogen geschickt und ich musste zu meinem Erschrecken feststellen, dass ich wirklich bis auf zwei oder drei Fragen alles mit Ja beantworten, bzw. als zutreffend bezeichnen konnte.
Ich habe mich mein Leben lang gefragt, warum ich so “anders” bin. Jetzt hoffe ich irgendwie eine Antwort zu finden. Ich bin erst vor einem Jahr nach Österreich gezogen und habe keine Ahnung an wen ich mich wenden könnte. Ich lebe in Oberösterreich.
Können Sie mir sagen wo ich in meiner Nähe jemanden finden kann, der von ADS wenigstens schon einmal gehört hat?
Vielen Dank
Andrea
Tags: Deutschland, Ende, Österreich, Verhalten
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Geschrieben am Juli 17th, 2000
Hallo,
ich bin durch Zufall hier gelandet. Mir geht es total dreckig. Mein Mann hat mich im Oktober letzten Jhres wegen einer anderen verlassen. Seitdem stehe ich total neben mir. Ich liebe ihn noch immer über alles und komme mit der Situation nicht klar. Seit er mich verlassen hat will er die Scheidung. Sie setzt ihn mit der Scheidung unter Druck.
Wer hat ähnliches wie ich durchgemacht? Wer mag, kann mir ja mal schreiben.
Gruß Andrea
<http://www.privatedaddy.com?q=Vm5QelsQAhF0JDBmJ1lmMWxwZXQ-3D_19>
Tags: Ehe, Liebe, Scheidung
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Geschrieben am Juli 11th, 2000
Guten Tag,
vor noch nicht allzu langer Zeit hatte ich selbst sehr große Probleme: vor zwei Jahren habe ich einen geschiedenen Mann mit Kind geheiratet. Die Ex-Frau hat mit mir regelrechten Psycho-Terror veranstaltet, das Kind beeinflusst, so dass es mich ablehnte und mein Mann konnte zunächst nicht verstehen, das mich das alles so sehr belastet. Ich habe mich dann hilfesuchend an verschiedene Foren im Internet gewandt und festgestellt, dass ich nicht alleine bin mit diesem Problem, sondern dass es fast schon an der Tagesordnung ist, dass man als “ZweitFrau” einen sehr schweren Stand hat. Auch mein Mann hat eingesehen, dass ich mir nicht alles einbilde. Quasi als Therapie nehmen wir uns jetzt diesen problembeladenen Menschen an und haben für diesen Zweck ein spezielles “ZweitFrauen-Forum” unter der Adresse
www.zweitfrauen-forum.de gegründet. So können wir beide die Geschehnisse aufarbeiten und anderen mit unseren Erfahrungen zur Seite stehen.
Wer ähnliche Probleme hat oder sich für dieses Thema interessiert, ist herzlich eingeladen, uns auf unserer Seite zu besuchen.
Liebe Grüße von Susanne
www.zweitfrauen-forum.de
DAS ZweitFrauen-Forum
Tags: Ehe, Erfahrung, Forum, Frauen, hilfe, Internet, Jahre, Kind, Liebe, USA, Zeit
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Geschrieben am Juli 11th, 2000
Hallo Christiane!
Im Moment fühle ich mich sehr schwach und überfordert. Ich habe einen Vater als Alkoholiker und mit meiner Mutter verstehe ich mich nicht so gut, weil wir uns erst kennenlernten, als ich dreizehn Jahre alt war. Ich bin 20 Jahre alt. Die Erlebnisse, die ich mit meinem Vater hatte (keine sexuellen) sind für mich nur sehr schwer zu verarbeiten. Er war elf Jahre lang meine Familie, bis er anfing zu trinken. Mit meiner Stiefmutter und meinem Stiefbruder verstand ich mich nicht sonderlich gut. Irgendwie haben wir uns immer gehasst. Als sie gingen, war ich vierzehn Jahre alt, und musste also alleine mit meinem Vater leben. Einige Zeit habe ich ihm durch reden und zuhören, durch geduldig sein und Zuversicht versucht zu helfen. Nach 11/2 Jahren verlies ich die Heimat um zu meiner Mutter nach Düsseldorf zu gehen. Dort bin ich innerhalb von drei Jahren viermal umgezogen, weil es einfach nicht klappen wollte. Als dann dort mein Abitur machte, zog ich wieder zurück zu meinem Vater, der schon 11/2 Jahre trocken war. Durch die Hilfe einer Freundin hatte er es geschafft trocken zu bleiben. Nun ist diese Freundin schon seit einem Jahr nicht mehr in Deutschland, denn sie ist nach Kanada ausgewandert. Dadurch verlor er vielleicht den Halt, denn er fing wieder an zu trinken. Als ich wieder einzog im Sommer `99, versprach er mir eine Langzeittherapie zu machen, falls er wieder rückfällig werden sollte. Im Frühjahr diesen Jahres ist er wieder rückfällig geworden und ich habe mit Hilfe meines jetzigen Freundes meine Koffer gepackt und habe ihm noch einen langen Brief geschrieben, in dem ich forderte, dass er eine Langzeittherapie machen soll, wenn er mich jemals wiedersehen wollte. Ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten: dieses Warten auf Besserung und die ewigen Enttäuschungen, die Angst er könnte sterben (er lag bereits einmal im Koma), das Hoffen, dass er stirbt! Ich glaube, er hat mir mein Leben seit es anfing mit elf Jahren versaut. Wenn ich nicht umgezogen wäre und dadurch den furchtbaren Stress mit meiner Mutter nicht gehabt hätte, hätte ich gewiss ein besseres Abitur geschrieben, denn ich war immer sehr gut. Nach dem Abitur musste ich mir immer anhören von ihm, dass ich zu faul gewesen sei, dass ich mich zu viel mit meinem damaligen Freund rumgetrieben hätte, usw. Er zeigt nicht einmal Verständnis und tyrannisiert mich regelrecht. Gottseidank, dass ich weg bin von ihm! Aber verarbeiten muss ich das dennoch und ich habe Angst, dass ich es nicht schaffe. Zu meiner Familie kann ich nicht gehen, weil alle glauben, ich hätte daran Schuld, weil ich weggezogen bin. Ich fühle mich leer und, als ob ich auf meiner Lebensscheibe alleine stehen würde. Das größte Problem ist, dass ich einen wunderbaren, interessanten, spontanen, klugen, witzigen, eifersüchtigen, misstrauensvollen und angstvollen Freund habe, der sich selbst mit meinen Problemen überfordert fühlt. Er denkt, dass ich meinen Vater zu sehr lieben w ürde, als dass ich noch genug Gefühle für ihn haben könnte. Es ist alles so verworren. Wir lieben uns sehr, aber wenn wir uns streiten, bringen wir uns fast um. Heute liegt er im Krankenhaus, weil es einfach zu weit ging. Es ist nichts Schlimmes, eine Platzwunde am Kopf, eine Gehirnerschütterung, Schürfwunden, aber es geht einfach zu weit!!! Ich habe solche Angst, weil ich nicht weiß, warum das alles so passiert. Wir steigern uns immer in die unsinnigsten Probleme rein, dass wir uns völlig vergessen und vor allen Dingen, dass wir uns lieben. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Alle raten uns, besonders seine Familie, dass wir uns trennen sollten, bevor wir uns noch umbringen. Seine Schwester meinte heute zu mir, dass wir uns doch gar nicht wirklich lieben, sondern dass wir uns nur nicht trauen, Schluss zu machen, weil wir uns sonst leer und einsam fühlen würden. Aber ich spüre, wir nahe ich ihm bin. Wenn wir uns nicht streiten, verstehen wir uns so gut. Wir sind ein starkes Team und es ist, als sei ich noch unendlich verliebt (wir sind seit Oktober `99 zusammen). Am Anfang gab es große Schwierigkeiten, weil wir uns erstmal aneinander gewöhnen mussten. Er konnte es auch nicht ertragen, dass ich sehr viele Männer kannte, obwohl ich nie etwas mit ihnen hatte. Aber auch auf Ex-Freunde war/ ist er eifersüchtig. Selbst wenn ich angesprochen werde, obwohl ich die Person nicht mal angeschaut habe, meint er, ich sei daran Schuld. Ich müsste mehr oder weniger arroganter wirken, niemanden anschauen usw., damit ich nicht “schlampig” wirke. Naja, so ist das eben und ich weiß nicht, was ich tun, denken oder fühlen soll. Ich schwebe irgendwie und entdecke keinen Halt.
Vielen Dank und herzliche Grüsse.
Tags: Alkohol, Bruder, christiane, Deutschland, Ehe, Familie und Kindererziehung, geduld, Gefühl, Gehirn, hilfe, Jahre, Liebe, Männer, Mutter, reden, Stress, USA, Vater, Zeit
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Geschrieben am Juli 8th, 2000
Liebe Christiane!
Zur Zeit mache ich eine Scheidung von meinem Mann durch, mit dem ich 13 Jahre verheiratet bin(war). was wir im Leben besitzen haben wir nur zusammen erreicht und jetzt hat er ganz unerwartet um die Scheidung gebeten, einfach nur weil er endlich leben will. Ich kann mich mit diesem Gedanken einfach nicht abfinden, weil wir eine gute Ehe geführt haben. Was soll ich nur tun damit ich damit fertig werde. Ich kann einfach nicht begreifen, warum. Ich liebe ihn und ich habe angst das ich mir was antun könnte. Er hat dafür gesorgt das ich finanziell gut versorgt bin und doch habe ich die ganze Verantwortung für das Haus und die Kinder. In den letzten zwei Jahren haben wir ein Unternehmen zusammen aufgebaut und jetzt wird man weggeworfen wie ein alter Schuh. bitte helfen sie mir.
schöne Grüße Barbara!
Tags: christiane, Ehe, Jahre, Kind, Kinder, Liebe, Scheidung, USA, Zeit
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Geschrieben am Juli 6th, 2000
Hallo!
Ich bin Redakteurin der ARD-Sendung “Fliege”. Anfang September wollen wir eine Sendung mit dem Thema Pubertät aufzeichnen. Wir suchen noch junge Leute mit oder ohne (genervte?) Eltern, die uns etwas über Konflikte in der Pubertät erzählen können.
Bitte melden in München unter 089/641 999 354 oder über e-mail: mensah@tele-time.de
Tags: Eltern, Gene, Pubertät
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Geschrieben am Juli 2nd, 2000
Etwas zum Nachdenken fur alle die das selbe SVV/ ASV “Syndrom” allzugut kennen…
Der Ruf nach Zärtlichkeit, Wärme und Geborgenheit
- blieb unbeantwortet.
Lautloses Schreien, stummes Bitten, stilles Weinen
- wurde nicht gehört.
Der Rückzug, dass Veschwinden, dass Einschließen
- wurde nicht bemerkt.
Die Schnitte, die Verbrennungen, die Wunden
- sieht jeder.
Sie werden
ignoriert, verdrängt, vergessen…
Tags: Rückzug
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