Wie ändern Kinder ihr Verhalten bei Belastung?:

Written on Freitag, Juni 21st, 2002 at 17:45 by christiane

Jüngere wissen leider oft selbst nicht genau, was sie belastet und können es daher nicht erzählen. Sie ändern aber ihr :

* Körperliche Beschwerden: Bei Kindern unter 8 Jahren äußert sich Angst oft in körperlich: Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit…Bevor sie aber davon ausgehen, daß ihr Kind “psychosomatisch” reagiert, sollte unbedingt eine ärztliche Untersuchung erfolgen!
* : Daumenlutschen, Bettnässen, Nägelbeißen oder Weinerlichkeit – das sind häufig auftretende Belastungszeichen in der gesamten Volksschulzeit. Bei 10-12jährigen Kindern muß man mit “vorpubertärem” rüden Benehmen rechnen, Wutausbrüchen, Schlafstörungen und extremen Trödeln vor der Schule.
* : Viele Kinder tragen ihre Frustrationen durch Streitereien mit den Geschwistern aus. Wenn sich die üblichen Geschwisterrivalitäten daher plötzlich verstärken, es jeden Tag Zank über nichtigste Anlässe gibt und sie pausenlos intervenieren müssen, dann sollten sie nach tieferliegenden Ursachen suchen. (Halten sie übrigens niemals Geschwistern die Schulleistungen des jeweils anderen vor. Dadurch fördern sie nur Rivalität und Streit)
* Zunehmende : Vielleicht merken sie keine direkte Zunahme eines aggressiven Verhaltens, hören aber von anderen oder vom , daß ihr Kind immer wieder Streit vom Zaun bricht. Ihr Kind schimpft viel häufiger als sonst über , Hausaufgaben und über Mitschüler und es rufen keine Freunde mehr an, um ihr Kind zum Spielen zu holfen. Sehr oft ist aggressives Verhalten nur ein Mittel, um die Aufmerksamkeit von Schulschwierigkeiten abzulenken.Fragen sie daher ihr Kind konkret nach Lernproblemen in den einzelnen Fächern, schauen sie sich die Hausaufgaben an und halten sie auch Kontakt mit den Lehrern, um eventuellen Lernschwierigkeiten auf die Spur zu kommen.
* : Manche Kinder reagieren auf Belastungen mit “Innerer Immigration”. Sie ziehen sich total zurück, reden nichts mehr, treffen keine Freunde und haben zu nichts mehr Lust.

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