Hallo Leo,
es scheint, als sei Deine Lebensgefährtin z. Zt. mit
Familie, Schwangerschaft und ihrem eig. Problem ziem-
lich überfordert. Warum möchte sie sich denn jetzt
während der Schwangerschaft keine Unterstützung mittels
Therapie mehr holen, hat sie darüber mal gesprochen?
Sicherlich ist ihr nicht bewusst, dass ihr derzeitiges
Verhalten auch etwas mit den anderen Familienmitgliedern
macht, es fehlt ihr offensichtlich an der nötigen Ein-
sicht. Du schreibst nicht, wie es den Kindern derzeit
mit ihrer Mutter geht – vielleicht wäre es gut, ihr
deren Befinden mal vor Augen zu halten! Sicherlich
ist erst mal der Verlauf der Schwangerschaft abzu-
warten, aber wenn der Säugling dann da ist, werden die
Anforderungen sicherlich nicht weniger, im Gegenteil.
Mit welcher Begründung ist Deine Frau denn aus der
Therapie ausgestiegen – vielleicht wurde es ihr dabei
schon zuviel? Es wäre dann zu überlegen, die Therapie
vielleicht mit einer geringeren Anzahl der Sitzungen
fortzuführen, möglicherweise statt wöchentlicher
Sitzungen nur noch im Abstand von 2 oder 4 Wochen,
denn der gänzliche Abbruch hat sicherlich nicht gut-
getan. Es wird schwierig sein, mit Deiner Lebensge-
fährtin zu sprechen, da sie möglicherweise jede An-
sprache auch als Angriff auf Ihr Selbstwertgefühl
interpretiert. Aber einen Versuch mit dem Hinweis auf
die Gefährdung der Familie ist es sicherlich wert.
Ich wünsche Dir alles Gute.



