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Lernen durch Nachahmung |
Kinder lernen vor allem durch Nachahmung. Einem Forscherteam, bestehend aus Wissenschaftern der Universität Los Angeles, des deutschen Max Planck Instituts und der Universität Parma in Italien, ist es jetzt gelungen, die Teile des Gehirns zu identifizieren, die am Nachahmungsprozess aktiv beteiligt sind. Ihre Erkenntnisse ermöglichen neue Einblicke in den Lernprozeß und in die Entwicklung von sozialem Verständnis durch Beobachtung anderer Menschen. In weiterer Folge können sich daraus neue Ansätze für Rehabilitationstherapien nach Gehirnverletzungen ergeben.
Nachahmung spielt eine zentrale Rolle beim Erlernen von motorischen und sozialen Fähigkeiten. Bisher war aber nicht geklärt, wie das Gehirn visuelle Informationen, die es beim Beobachten von anderen Menschen bekommt, die eine Tätigkeit ausüben, umformt in Muskelkommandos, die es dem Beobachter erlauben, die gleiche Tätigkeit auszuüben.
Das Forscherteam hat nun mithilfe der Magnet-Resonanz-Technik die Gehirnaktivität von Testpersonen analysiert, die zunächst Bilder einer einfachen Handbewegung sahen und dann diese Handbewegung selbst ausführten. Dabei stellte sich heraus, daß die Broca - Region und der rechte Parietal Cortex (Scheitellappen-Region) aktiviert waren. Die Broca-Region wurde bisher mit der Entwicklung von Sprache in Verbindung gebracht. Dabei spielt Imitation ebenfalls eine große Rolle (z.B. beim Erlernen von Dialekten). Die Forscher nehmen an, daß die Broca-Region dafür verantwortlich ist, das Ziel der Bewegung zu speichern und der Scheitellappen die Codierung der einzelnen kinetischen Aspekte der Bewegung übernimmt.