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Sport gegen Depression |
Regelmäßige sportliche Betätigung ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Depression. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie von einer US-Wissenschaftergruppe der Duke-Universität in Durham, North Carolina. An dieser Studie nahmen 156 Menschen älter als 45 Jahre teil. Eine Gruppe der Teilnehmer nahm das Medikament Zoloft, eine andere Gruppe traf sich lediglich dreimal die Woche für sportliche Betätigung und die dritte Gruppe machte beides, d.h. trieb Sport und nahm das Medikament. Nach vier Monaten zeigten alle drei Gruppen ein nahezu gleiches Ausmaß an Stimmungsverbesserung. In einer Nachfolgeuntersuchung weitere sechs Monate später berichteten deutlich weniger Teilnehmer aus der Sportgruppe über Wiederkehr der Symptome als Teilnehmer aus den anderen beiden Gruppen. Nun sind weitere Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Sport und Depression geplant.
Der Leiter der Wissenschaftergruppe, Psychologe James A. Blumenthal sagt, die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll das mäßige sportliche Betätigung die gleiche positive Wirkung gegen Depressionen haben kann wie das populäre Medikament Zoloft. An dieser Studie durften nur Patienten teilnehmen, die von Ärzten als depressiv eingestuft worden waren, wobei die Depression länger als zwei Wochen vorhanden gewesen sein muß. Die Teilnehmer wurden per Zeitungsinserat gesucht. Die Verteilung auf die drei Versuchsgruppen war zufallsbedingt.
In zwei Versuchsgruppen wurde von den Teilnehmern sportliche Betätigung gefordert: Dreimal die Woche 30 Minuten schnelles Gehen, Zimmerfahrrad oder Jogging plus 10 Minuten Aufwärmtraining und 5 Minuten Muskelentspannung zum Abschluß. In einer von den beiden Versuchsgruppen wurde eine Kombinationstherapie durchgeführt, d.h. die Teilnehmer bekamen zusätzlich das Medikament.
Nach vier Monaten berichteten 66 Prozent der Teilnehmer der Gruppe, die das Medikament einnahm eine deutliche Verbesserung ihrer Stimmungslage. In der Nur-Sport-Gruppe waren es immerhin 60 Prozent und in der Kombinationstherapie-Gruppe 69 Prozent. In allen drei Gruppen konnten also durchaus vergleichbare Erfolge erzielt werden.
Die Forscher wollten anschließend wissen, ob die Depression bei den Versuchsteilnehmern langfristig gebannt bzw. reduziert werden konnte. 133 Teilnehmer setzten daher das Experiment für weitere sechs Monate fort. Das erstaunliche Ergebnis: In der Sportgruppe berichteten nur 8 Prozent der Teilnehmer über eine Rückkehr von Symptomen. In der Medikamentengruppe waren es dagegen 38 Prozent und in der Gruppe mit Kombinationstherapie 31 Prozent.
In weiteren Untersuchungen wollen die Forscher nun mehrere offene Fragen klären:
Quellen für diesen Artikel:
Duke-Universität
www.psycport.com
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