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Urlaub: Tipps gegen Jet Lag und Heimweh
Juli 2001 |

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Tipps zur Reisezeit:
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Was tun gegen Jet Lag?
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Wie vermeidet man den Geschwister-Krieg am Autorücksitz?
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Heimweh im Sommerferienlager
Was tun gegen Jet Lag?
Unter Jet Lag versteht man die Müdigkeit, Schlaffheit und manchmal das Gefühl von Benommenheit nach einem langen Flug über mehrere Zeitzonen hinweg. Durch die Zeitverschiebung wird die innere Uhr durcheinander gebracht, oft verschärft durch versäumten Schlaf bei Nachtflügen. Viele Menschen leiden besonders nach Flügen in die östliche Richtung, wie von Europa nach Asien oder von den USA nach Europa, unter Jet Lag. Wer einige Grundsätze beherzigt, kann die Symptome zumindest mildern:
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Vor der Abreise:
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Genug Zeit für Packen und das Erledigen von diversen Dingen einplanen. Vermeiden Sie Streß. In der Nacht vor der Abreise schlafen Sie genügend. Planen Sie keine Abschiedsfeiern und trinken Sie so wenig wie möglich Alkohol. Treiben Sie in den Tagen vor der Abreise etwas Sport und seien Sie besonders vorsichtig beim Kontakt mit anderen Menschen, damit Sie sich nicht eine Verkühlung oder Grippe einfangen.
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Während des Fluges:
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Trinken Sie viel Wasser. Die Luft im Flugzeug ist extrem trocken und Wasser hilft besser gegen eine Austrocknung des Körpers als Kaffee, Saft oder Limonade.
Wenn Sie über Nacht fliegen, versuchen Sie etwas zu schlafen. Sagen Sie der Stewardeß Bescheid, wenn Sie nicht für die In-flight-Menüs geweckt werden wollen. Tragen Sie im Flugzeug bequeme Kleidung.
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Nach dem Flug:
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Stellen Sie sofort Ihre Uhr auf die Lokalzeit um (besser schon im Flugzeug). Das hilft sich schneller anzupassen. Wenn Sie im Hotel angekommen sind, gehen Sie nicht sofort schlafen. Auch wenn Sie die ganze Nacht geflogen sind und kein Auge zugemacht haben, halten Sie durch, bis es auch am Ort Schlafenszeit ist. Wer es ganz perfekt machen will, beginnt sich schon zu Hause an die kommende Zeitumstellung zu gewöhnen. Für Reisen in Länder, in der die Lokalzeit der eigenen Heimatzeit voraus ist, heißt das, früher schlafen gehen als gewohnt und sehr früh am Morgen aufstehen.
Wie vermeidet man den Geschwister-Krieg am Autorücksitz?
Hitze, Stau auf der Autobahn und zwei oder drei streitende Kinder am Rücksitz - schon verwandelt sich der Ferientraum in einen Alptraum. Hier ein paar Tipps, die vielleicht zumindest für junge Eltern vor der ersten längeren Urlaubsreise mit dem Nachwuchs hilfreich sein können:
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Fahren Sie nicht gleich nach Arbeitsschluss los. Geben Sie sich selbst ein, zwei Tage zur Entspannung.
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Bereiten Sie die Kinder auf die Fahrt vor. Sprechen Sie darüber, wie lange es dauert und zeigen Sie ihnen die Route auf der Karte. Vielleicht gibt es unterwegs Attraktionen, die sich für längere Pausen anbieten.
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Legen Sie sich selbst schon vor der Abreise Strategien bereit, wie Sie einen ev. Streit zwischen den Geschwistern beruhigen können. Denken Sie typische Situationen durch und denken Sie auch an Ihre eigenen Gefühle in diesen Situationen. Überlegen Sie auch Strategien, wie Sie Ihren eigenen Ärger beherrschen und managen können.
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Falls die Kinder gut im Auto schlafen können, versuchen Sie die Reisezeit an den Schlafrhythmus der Kinder anzupassen und so zu fahren, daß die Kinder wenigstens einen Teil der Reise verschlafen.
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Planen Sie Zerstreuung und Ablenkung ein: Spiele, die die Kinder während der Fahrt machen können, neue Hörkassetten, Bücher, Gameboy (kaufen Sie genügend Batterien).
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Machen Sie oft Pausen, möglichst an Autobahnraststätten mit einem Spielplatz oder mit einer Wiese zum toben und laufen.
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Machen Sie, wenn möglich, häufiger Fahrerwechsel, um die Nerven zu schonen.
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Und denken Sie daran: lange Autofahrten sind nicht der richtige Platz und die richtige Zeit für ernsthafte Diskussionen über Verhalten und Gewohnheiten der einzelnen Familienangehörigen.
Heimweh im Sommerferienlager
Gehen Ihre Kinder dieses Jahr zum ersten Mal in ein Sommerferienlager und machen Sie sich schon jetzt Sorgen, wie es um das Heimweh bestellt sein wird? Nun, dann geht es Ihnen so wie mir dieses Jahr. Meine Söhne (7 und 10) werden im August das erste Mal 14 Tage von uns Eltern getrennt sein und ich sehe mich schon vor mir, wie ich bei jedem Telefonanruf zusammenzucke, weil es das Camp sein könnte oder vielleicht einer der Buben seine sofortige Rückholung verlangend. Ich habe daher einige Richtlinien und Tipps zusammengestellt, um diese Situation möglichst vermeiden zu können, die ich hiermit an Sie weitergeben möchte:
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Wichtigste Regel: Projizieren Sie nicht Ihre eigenen Gedanken und Ängste auf den Nachwuchs.
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Bereiten Sie die Kinder darauf vor, möglicherweise Heimweh zu verspüren und diskutieren Sie mit den Kindern Strategien, wie sie damit umgehen können: Einen Brief an die Eltern schreiben und die Gefühle mitteilen, mit einem Freund oder Betreuer im Ferienlager darüber sprechen oder sich z.B. an einer neuen Aktivität im Ferienlager beteiligen.
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Wenn möglich, besuchen Sie das Ferienlager mit Ihren Kindern schon vorher. Falls das nicht möglich ist, sprechen Sie zu hause über die Erwartungen, die die Kinder haben und wie es wahrscheinlich tatsächlich sein wird.
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Geben Sie dem Kind etwas persönliches mit - schenken Sie ihm zum Beispiel ein neues Kuscheltier zum Abschied als Ersatz für den Gutenachtkuss.
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Es ist in Ordnung, dem Kind in Briefen und Postkarten mitzuteilen, daß Sie es vermissen. Halten Sie sich aber mit dem Ausdruck der eigenen Gefühle etwas zurück. Schreiben Sie zum Beispiel: Ich vermisse dich, aber ich weiß, daß du mit deinen Freunden viel Spaß hast.
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Falls das Kind Sie anrufen möchte, vereinbaren Sie fixe Zeiten während des Tages dafür. Anrufe vor dem Schlafengehen können heimwehfördernd sein.
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Falls der befürchtete Rückholruf ihres Kindes kommt, bleiben Sie ruhig. Sind es nur noch ein paar Tage bis zum Ende des Ferienlagers, versuchen Sie Ihr Kind zum Durchhalten zu Überreden.
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Bevor Sie sich ins Auto setzen um den Sprößling frühzeitig abzuholen, reden Sie mit dem Leiter des Ferienlagers. Manchmal kommen die Anrufe der Kinder aus einer spontanen Laune heraus, etwa weil er/sie sich gerade gestritten hat. Ein paar Stunden später schaut die Welt wieder anders aus und Ihre Ankunft im Ferienlager wäre höchst unerwünscht.
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Denken Sie an die Statistik: Etwa 83 Prozent aller Ferienlagerteilnehmer machen eine Heimwehphase durch. Bei den meisten dauert diese Phase ein bis zwei Tage. Nur etwa 7 Prozent aller Fälle von Heimweh sind so schwer, daß es besser ist, das Kind wieder abzuholen. Symptome: Das Kind kann weder essen noch schlafen. Sollte das Ihrem Kind so gehen, dann geben Sie ihm nicht das Gefühl ein Versager zu sein. Konzentrieren Sie sich auf positive Aspekte und versuchen Sie ihrem Kind Mut für einen neuen Versuch im nächsten Jahr zu machen.
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