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Was macht glücklich?
Psychologen benennen die vier wichtigsten psychischen Bedürfnisse
März 2001

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Geld macht nicht glücklich - eine alte Volksweisheit, die jetzt durch die Forschungsarbeiten eines Team von Psychologen an der Universität von Missouri-Columbia, USA, bestätigt wurde. Die Spitzenplätze unter den 10 wichtigsten psychischen Bedürfnissen, deren Befriedigung zu Glück und Zufriedenheit führt, gehen an:

Die Wissenschafter führten insgesamt drei Studien durch, an der knapp 1000 Collegestudenten in den USA und in Südkorea teilnahmen. Die Studenten sollten an verschiedene Ereignisse denken, die sie innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes am meisten befriedigt hatten und an ein Ereignis, das am wenigsten zufriedenstellend verlaufen ist. Dann sollten sie jedes Ereignis anhand einer Liste mit Gefühlsbeschreibungen bewerten. Diese Gefühlsbeschreibungen waren vorher anhand bisheriger psychologischer Konzepte über psychische Bedürfnisse zusammengestellt worden. So wurden z.B. Banduras Konzept der Selbstwirksamkeit, Atkinsons Konzept der Leistungsmotivation und Maslow's Persönlichkeitstheorie mit den fünf fundamentalen Bedürfnissen Gesundheit, Sicherheit, Selbstwertgefühl, Liebe und Selbstverwirklichung in das Forschungskonzept einbezogen. Auch neuere Modelle wie Epsteins kognitiv basierte Selbsttheorie wurden berücksichtigt ebenso wie Theorien, wonach Glück eine Konsequenz aus Popularität, Einfluß und Reichtum ist. So entstand eine Liste von 10 möglichen psychischen Grundbedürfnissen:
Autonomie, Kompetenzgefühl, Beziehung, körperliche Gesundheit, Sicherheit, Selbstwertgefühl, Selbstverwirklichung, Vergnügen, Reichtum und Popularität.

Um die Kulturabhängigkeit der Ergebnisse zu kontrollieren wurde die Untersuchung nicht nur in den USA, sondern auch an einem College in Südkorea durchgeführt. Die Wissenschafter fanden allerdings relativ stabile Ergebnisse über beide Kulturen. Autonomie, Kompetenz, emotionale Verbundenheit und Selbstwertgefühl waren die am häufigsten in Zusammenhang mit positiv verlaufenen Ereignissen genannten Gefühle. Bei US-Studenten lag der Akzent etwas stärker auf das Selbstwertgefühl, bei Südkoreaner auf die emotionale Verbundenheit. Im Zusammenhang mit negativen Ereignissen wurde vor allem das Fehlen dieser Gefühle genannt und als 5. zusätzlich die mangelnde Sicherheit. Das Gefühl der Sicherheit dürfte also eher dann als Bedürfnis zu Bewußtsein kommen, wenn es nicht vorhanden ist.

In weiteren Studien soll nun geklärt werden, ob ältere Erwachsene bzw. Menschen aus finanziell schwächeren sozialen Schichten die gleichen oder eventuell andere Bedürfnisse schildern. Getreu dem Motto: Geld macht nicht glücklich - aber es ist wichtig, das man es hat.

Originalartikel: http://www.apa.org/releases/needs.html. Die komplette Studie wurde in der Februarausgabe des "Journal of Personality and Social Psycholoy veröffentlicht und ist online nachzulesen unter http://www.apa.org/journals/psp/psp802325.html

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