Written on Samstag, April 2nd, 2011 at 01:41 by christiane
Wer abnehmen will, sollte lieber fünf oder sechs kleine Mahlzeiten essen denn drei große. Wer hat diesen Rat nicht schon gehört?
Forscher an der amerikanischen Purdue Universität haben diese Diät-Weisheit nun an 27 übergewichtigen Männern getestet und für falsch befunden.
In der Studie hat sich herausgestellt, dass diejenigen Testeilnehmer, die nur drei proteinreiche Mahlzeiten pro Tag aßen sich leichter mit ihrer Diät taten. Sie haben sich während des Tages mehr gesättigt gefühlt als Teilnehmer, die die gleiche proteinreiche Nahrung mit der gleichen (reduzierten) Kalorienanzahl über sechs Mahlzeiten verteilt aßen. Wer nur dreimal am Tag aß, litt auch weniger Hunger am späten Abend, hielten die Nacht besser durch und dachte insgesamt weniger an Essen.
Die Forscher verglichen auch extra-proteinreiche Diät mit normal proteinreicher Diät und fanden, dass je mehr Proteine man isst bei insgesamt reduzierter Kalorienmenge desto weniger litten die Teilnehmer unter Hungergefühlen.
Schlussfolgerung: Wer abnehmen will, ist mit drei proteinreichen Mahlzeiten besser dran als wenn die gleiche Kalorienmenge auf mehrere kleinere Mahlzeiten aufgeteilt wird.
Die Studie wurde im wissenschaftlichen US-Journal Obesity veröffentlicht.
Blogbeitrag von Christiane Turnheim. Christiane ist diplomierte Psychologin und unterrichtet Psychologie am MassBay Community College in Wellesley, Massachusetts, USA. Sie ist ausserdem LifeCoach and kann unter christiane@coach4u.net erreicht werden. Sie bietet Email Beratung und Telefon- und Email Coaching an.
Tags: Abnehmen, ADHD, Diaet, Diät, drei grosse Mahlzeiten, Heisshunger, Hunger, Journal Obesity, Kalorien, mehrere kleine Mahlzeiten, proteinreich, proteinreiche Mahlzeit, Schlank werden
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Written on Mittwoch, Juni 20th, 2001 at 15:56 by christiane
Forschern am McLean Krankenhaus in Belmont, Massachusetts ist es gelungen eine Schlüsselregion im Gehirn zu finden, die bei Kindern mit ADHD (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) zu wenig aktiv ist. Sie haben dafür ein neues von ihnen entwickelten Abbildungsverfahrens für Gehirnaktivitäten eingesetzt, die sogenannte funktionale Magnetresonanz-Abbildung. Das Ergebnis wird als Beweis für eine biologische Basis von ADHD gewertet und bringt auch Erkenntnisse über die Wirkungsweise des in den USA oft verschriebenen Medikaments Ritalin.
An der Studie nahmen 17 Jungen teil, 11 davon waren mit ADHD diagnostiziert. ADHD ist die am häufigsten bei Kindern diagnostizierte psychische Störung. Kriterien für die Diagnose lt. dem Diagnoseschema DSM IV sind verschiedene Symptome von Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Aufgrund der Bandbreite der Symptome zeigen betroffene Kinder recht unterschiedliches Verhalten. So können z.B. die Symptome der Unaufmerksamkeit überwiegen ohne Vorhandensein der als “Hyperaktivität” bezeichneten motorischen Unruhe. Die Forscher im McLean Krankenhaus haben daher bei den 11 Jungen mit ADHD zunächst mithilfe eines Infrarot-Bewegungs-Analyse-Systems den Grad der Hyperaktivität untersucht. Sechs der 11 wurden danach als hochgradig hyperaktiv eingestuft. Anschließend erfolgte die funktionale Magnetresonanz-Abbildung der Gehirnaktivitäten. Dabei zeigte sich eine verminderte Durchblutung des Putamen, eine Gehirnregion, die zum extrapyramidalmotorischem System (steuert nicht bewußt ausgeführte Bewegungen, wie Lidschlag) gehört. Die Durchblutung war um so geringer, je motorisch unruhiger das Kind war. Unter Einnahme von Ritalin erhöhte sich die Aktivität im Putamen bei den sechs Jungen mit den höchsten Werten für Hyperaktivität. Bei den anderen fünf mit geringeren Hyperaktivitätswerten kam es unter Ritalineinnahme dagegen sogar zu einer weiteren Reduzierung der Durchblutung.
Der Original-Artikel ist in der April-Nummer des US-Magazins ‘Nature Medicine’ erschienen. Autoren d. Studie sind: Martin Teicher, Carl Anderson, Ann Polcari, Carol Glod u. Perry Renshaw. Das McLean Krankenhaus ist der Harvard Medical School angeschlossen.
Tags: ADHD, Aufmerksamkeitsdefizit, Durchblutung, Gehirnaktivitäten, Gehirnregion, Hyperaktivität, Hyperaktivitätsstörung, Lidschlag, McLean, Putamen, Symptome
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Written on Donnerstag, Juni 14th, 2001 at 23:50 by christiane
Die Standardtherapie für Schulkinder mit ADHD (Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstoerung) ist in den USA und zunehmend auch in europäischen Staaten die Gabe von Medikamenten wie Ritalin – um nur das bekannteste zu nennen. Bisher ist aber wenig darüber bekannt, ob der Inhaltsstoff von Ritalin, Methylphenidat, auch bei Jugendlichen und Erwachsenen wirkt. In der Juniausgabe der Zeitschrift “Experimental and Clinical Psychopharmacology”, die vom amerikanischen Psychologenverband herausgegeben wird, werden nun erstmals Ergebnisse eines Forschungsprojekts über die Effizienz einer Ritalin-Behandlung von Jugendlichen in Kombination mit verhaltenstherapeutischen Interventionen veröffentlicht. Demnach verbesserten sich die schulischen Leistungen bei etwa 80 Prozent der an der Untersuchung teilnehmenden Jugendlichen.
Das Schwergewicht der ADHD-Forschung lag bisher bei Verhaltensproblemen, wie aggressives und impulsives Verhalten, Stören im Unterricht und Bewegungsunruhe. Je älter die Kinder werden, desto belastender werden allerdings häufig Symptome wie Konzentrationsprobleme, Tagträumerei und daraus resultierend Schwierigkeiten Hausaufgaben und Schulprojekte zielgerichtet durchzuziehen. Die US-Wissenschaftler Steven Evans, William Pelham und Bradley Smith von der Universität Pittsburgh bezogen daher die Lernleistung der Jugendlichen in ihre Studienergebnisse mit ein. Insgesamt nahmen 45 Jugendliche an der 8 Wochen dauernden Untersuchung teil. Jeder Teilnehmer bekam in Zufallsreihenfolge jeden Tag eine andere Dosis (25 mg, 50 mg und 75 mg, verteilt auf drei Einzelgaben) des Medikaments Methylphenidat bzw. ein Placebo. Außerdem nahmen die Jugendlichen täglich an diversen Verhaltensübungen teil, um mehr Selbstkontrolle zu lernen.
Die Ergebnisse zeigten, daß zwei Drittel der Teenager deutliche akademische Leistungsverbesserungen an den Tagen zeigten, an denen sie eine 25 mg Dosis Methylphenidat erhalten hatten im Vergleich zu den Placebotagen. Die Studie zeigte aber auch, daß eine Dosiserhöhung nicht mit noch größerer Leistungs- und Verhaltensverbesserung gleichzusetzen ist. Im Gegenteil, manche Jugendlichen reagierten auf die Höchst-Tagesdosis von 75mg Ritalin sogar mit einer Leistungsverschlechterung. Von dem Drittel der Jugendlichen, die auf die 25 mg Dosis überhaupt nicht angesprochen hatten, zeigte nur etwa die Hälfte Leistungsverbesserungen bei einer Verdoppelung auf 50 mg.
William Pelham weist in einer Presseaussendung über den Forschungsbericht ausdrücklich auf die Wichtigkeit dieses Ergebnisses hin. Er meint, es gäbe in den USA etliche Psychiater, die glaubten, man müsse nur die Dosis erhöhen um größere Erfolge zu erzielen. Seine in Zusammenarbeit mit seinen Kollegen durchgeführte Studie hätte nun gezeigt, daß diese Annahme falsch sei und daher sollte in Anbetracht der Tatsache, daß nur wenig über Langzeitfolgen bekannt sei, die Gesamtmenge an psychoaktiven Medikamenten, die ein Mensch im Laufe seines Lebens einnimmt, so gering wie möglich sein.
Die Original-Presseaussendung ist nachzulesen unter www.apa.org. Der komplette Text des Artikels wird ab 13. Juni unter www.apa.org veröffentlicht.
Tags: ADHD, Jugendliche, Medikament, Verhaltenstherapie
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Written on Samstag, April 14th, 2001 at 23:55 by christiane
Aufgrund jüngster Forschungsergebnisse besteht Aussicht auf die Entwicklung eines objektiven medizinischen Tests zur Diagnose von ADHD (Aufmerksamskeits-/ Hyperaktivitätsstörung, auch ADD, Hyperaktivität oder HKS genannt). Die derzeit vorhandenen Diagnoseverfahren wie psychologische Tests, Familienanamnese und Beobachtung des Kindes werden in den USA immer häufiger als unzureichend bezeichnet. Verhaltensprobleme eines Kindes würden zu rasch als ADHD oder Hyperaktivität diagnostiziert und in weiterer Folge zu häufig mit Medikamenten als ‘Quick fix’ behandelt lautet die Kritik.
Das US Biotechnologie Unternehmen Boston Life Sciences Inc. hat kürzlich die Resultate einer Untersuchung veröffentlicht, wonach bei ADHD-Patienten mithilfe eines nuklearmedizinischen Verfahrens ein Ungleichgewicht des chemischen Botenstoffes Dopamin Transporter (DAT) im Gehirn nachgewiesen werden kann. Diese Untersuchung bedeutete den erfolgreichen Abschluß der 2. Testphase. In den USA sind drei Testphasen vorgeschrieben, bevor ein Unternehmen die Vermarktung eines Produkts bei der zuständigen Behörde, der Food and Drug Administration, beantragen kann. Die abschließende 3. Testphase für das neue Diagnoseverfahren soll im Sommer beginnen.
In den letzten zehn Jahren stieg in den USA die Zahl von Kindern diagnostiziert mit ADHD von 900 000 auf 5,5 Millionen. Die Behandlung besteht neben Therapie bei vielen Kindern in Verschreibung von Medikamenten. Das bekannteste Medikament ist Ritalin mit dem Wirkstoff Methylphenidat. Nach Angaben des International Narcotics Control Board werden 90 % des Methylphenidat Konsums in der Welt allein in Amerika getätigt. Etwa 10 bis 12 Prozent von amerikanischen Schuljungen nimmt nach offiziellen Schätzungen Ritalin. Obwohl auch von Kritikern nicht bestritten wird, daß das Medikament bei den meisten von ADHD betroffenen Kindern eine Verbesserung der Verhaltensproblematik zeigt, wird in Zweifel gezogen, daß es für alle Kinder gleich gut geeignet sei. So würden z.B. nur 76 % der Kinder mit der ADHD-Unterform ‘unaufmerksamer Typus’ auf Ritalin ansprechen. Weiters wird die Diagnose ADHD selbst in Zweifel gezogen. Zu häufig werden Stressymptome und Symptome nach belastenden Lebensereignissen wie eine Scheidung der Eltern als Hyperaktivität diagnostiziert und mit Medikamenten behandelt, obwohl hier mit Psychotherapie allein ebenfalls gute Behandlungsergebnisse erzielt werden könnten, lautet die Kritik. Vor dem Hintergrund dieser Diskussion könnte ein objektiver medizinischer Test ein gut vermarktungsfähiges Produkt sein.
Das Bio-Tech Unternehmen Boston Life Sciences Inc. hofft, diesem Produkt nahe zu sein. Die Resultate der Phase II Untersuchung hätten bestätigt, daß bei ADHD-Patienten ein chemisches Ungleichgewicht des Neurotransmitters Dopamin im Gehirn besteht. Die Wirkungsweise von Methylphenidat besteht darin, daß es die Dopamin Transporter im Gehirn blockiert, wodurch die Konzentration des Neurotransmitters ansteigen kann. (Mehr über die Wirkungsweise von Methylphenidat). Im Rahmen der Testentwicklung scheint es nun gelungen zu sein, ein Verfahren zu finden mit dem nachgewiesen werden kann, daß bei dem jeweiligen Patienten tatsächlich eine erhöhte Anzahl dieser Transporter vorhanden ist, sodass der Einsatz des Medikaments sinnvoll erscheint. Bei diesem Verfahren wird dem Patienten der Wirkstoff Altropane gespritzt, der die Eigenschaft hat, sich im Gehirn an die Dopamin Transporter anzubinden. Vor der Injektion wird Altropane durch Gamma-Bestrahlung radioaktiv gemacht, sodass seine Verteilung anschließend mithilfe der nuklearmedizinischen Diagnosemethode SPECT (Single Photon Emission Computed Tomographie) nachvollzogen werden kann. An der Phase II Untersuchung nahmen insgesamt 40 Erwachsene teil, die Hälfte davon waren ADHD Patienten. Bei diesen Patienten wurden erheblich erhöhte Konzentrationen von Dopamin Transportern im Gehirn im Vergleich zur Kontrollgruppe gefunden. Boston Life Science Inc. will nun im Sommer mit der abschließenden dritten Phase der Untersuchung beginnen und danach, bei erneut positiven Resultaten, um die Erlaubnis zur Vermarktung des Testes bei der US Food and Drug Administration ansuchen.
Quellen: www.boston.com 13.3.2001; www.bostonlifesciences.com
Tags: ADHD, Hoffnung, Test
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Written on Montag, April 10th, 2000 at 04:53 by forumeintrag
Liebe Janet,
gehen Sie mit Ihrem Sohn zu einem Psychologen oder fragen Sie beim schulpsychologischen Dienst nach einer speziellen Therapieeinrichtung in Ihrer Stadt für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten bzw. Hyperaktivität. Da Ihr Kinderarzt zugibt, sich nicht so gut auszukennen, sollte seine Diagnose ohnehin noch einmal überprüft werden. Es kommt leider immer wieder vor, daß bei Auftreten derartiger Verhaltensauffälligkeiten (Unruhe,Getriebenheit, andere stören, unkonzentriert sein etc) ADS, HKS oder ADHD diagnostiziert wird, obwohl die Verhaltensauffälligkeit Folge einer traumatischen Belastung ist oder durch noch nicht erkannte körperliche Behinderungen ausgelöst wird. Ich habe erst kürzlich wieder einen Fall erlebt, wo bei einem motorisch stark unruhigen und emotional labilen Jungen trotz aller Routineuntersuchungen erst im Alter von 6 Jahren eine Hör- und Sehbehinderung entdeckt wurde. Die Therapie in einem solchen Fall unterscheidet sich natürlich von der Therapie einer “echten” Aufmerksamkeits- und/oder Hyperaktivitätsstörung. Daher ist eine genaue Diagnose notwendig. Herzliche Grüsse, Christiane Turnheim
Tags: ADHD, Arzt, Aufmerksamkeitsdefizit, Belastung, christiane, Ehe, Hyperaktivität, Hyperaktivitätsstörung, Jahre, Kind, Kinder, Liebe, Psychologen, Sohn, Untersuchung, Verhalten
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