Written on Donnerstag, Februar 16th, 2006 at 19:12 by forumeintrag
KONFLIKTE, SCHIKANEN, SEXUELLE BELÄSTIGUNG, DISKRIMINIERUNG, MOBBING AM ARBEITSPLATZ
Wegen der zahlreichen Antworten
hier noch einmal mein Aufruf:
Im Rahmen meiner Diplomarbeit bin ich auf der Suche nach Betroffenen, die sich bereit erklären würden an einer von der Universität Wien betreuten Befragung teilzunehmen. Es handelt sich dabei um einen Online – Fragebogen, welchen man von zuhause aus im Internet, VÖLLIG anonym ausfüllen kann. Es wird versichert, dass die Daten vertraulich behandelt und an keine dritte Partei weitergegeben werden! Denn Anonymität und Diskretion, zum Schutze des Betroffenen haben für uns höchste Priorität.
Bei Interesse zur Unterstützung dieser Arbeit, bitte unter der angeführten E-mail Adresse melden (dunja_tasic@hotmail.com).
Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft.
Lieben Gruß,
Dunja
Tags: Anonymität, Arbeitsplatz, Internet, Liebe
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Written on Dienstag, Januar 17th, 2006 at 05:42 by forumeintrag
Liebe Leute
,
mein Name ist Dunja, ich komme aus Wien und bin gerade dabei mein Studium in Psychologie zu beenden. Da mich das Thema Mobbing sehr interessiert und ich später unter Anderem auf diesem Gebiet arbeiten möchte, habe ich es auch zum Thema meiner Diplomarbeit gemacht. Diese wird von der Universität Wien betreut und beinhaltet eine Studie, innerhalb welcher den Probanden zwei Fragebögen im Internet- selbstverständlich völlig anonym -vorgegeben werden und maximal eine Stunde in Anspruch nehmen. Diese Untersuchung verfolgt das Ziel, den theoretischen Forschungsstand auf dem Themengebiet des „Mobbings“ zu aktualisieren und damit auch die Prävention und Intervention für Betroffene, in der Praxis zu verbessern. Da es sehr schwer ist an Betroffene heranzukommen, wende ich mich auf diesem Wege an Euch, mit der Bitte meine Fragebögen auszufüllen und damit Etwas für alle Betroffenen und schlussendlich auch für Euch selbst zu tun. Ich verspreche Euch, dass die Teilnahme an unserer Studie VÖLLIG anonym ist (z.B. wird statt eurem Namen, beim Fragebogen ein Code eingetragen), die Daten vertraulich behandelt und an keine dritte Partei weitergegeben werden! Denn Anonymität und Diskretion, zum Schutze des Betroffenen haben für uns höchste Priorität. Wer von Mobbing betroffen und an diesem Projekt interessiert ist, kann mir entweder eine E-mail schicken (dunja_tasic@hotmail.com) oder eine Nachricht im Forum hinterlassen und ich werde Euch dann das weitere Vorgehen erklären. Ihr bekommt von mir den Link und ein Login, mit welchem ihr an die Fragebögen im Internet herankommt und bequem von zuhause aus ausfüllen könnt. Zusätzlich gebe ich Euch einen Probandencode den Ihr in das entsprechende Feld eintragen müsst, welcher eure Anonymität sichert. Bitte meldet Euch bei mir NUR dann, wenn Ihr wirklich sicher seid, dass Ihr teilnehmen wollt. Wenn ich Euch einen Code gebe, muss ich wirklich davon ausgehen, dass Ihr mitmacht. Als Dankeschön kann ich den Interessierten unter Euch die Ergebnisse meiner Diplomarbeit zukommen lassen.
Ich freue mich auf gute Zusammenarbeit beziehungweise wünsche denjenigen, von denen ich nicht mehr höre (oder lese ) alles Liebe für die Zukunft. Lasst Euch nicht runterkriegen und kämpft gegen Mobbing an!!! Liebe Grüße, Dunja
Tags: Anonymität, Ehe, Ende, Forum, Internet, Liebe, Studie, Untersuchung, USA
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Written on Samstag, Mai 21st, 2005 at 06:03 by forumeintrag
An alle Forum Besucher
Ich bin vor ein paar Tagen durch Zu-fall in dieses Forum geraten. Was mir aufgefallen ist, dass viele anonyme Einträge sind. Ich melde mich mit meinem Namen, da ich der Meinung bin, dass man sich hinter der Anonymität versteckt und nicht zu seinem Leben steht, das finde ich traurig.
Es gibt so viel Leid in diesem Leben, jeder SUCHT nach Ratschlägen und Hilfestellungen. Aussenstehende, Betroffene, Leidende … wir alle wollen nur ein menschenwürdiges Leben leben – Freud und Leid gehören dazu – das formt uns Menschen zu dem was wir sind und was wir aus den Erfahrungen machen.
An Juma
Es ist interessant, dass meistens die Frauen ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie anfangen das Leben zu geniessen.
Du bist ein freier Mensch, ich meine, ich befürworte nicht die Beziehung zu einem verheirateten Mann.
Ich habe das vor vielen Jahren auch mal erlebt und konnte es nicht aushalten, die Heimlichkeiten, immer aufpassen in der Öffentlichkeit – die Welt ist klein – irgend jemand sieht einem doch und wenn es raus kommt ist eine Familie zerstört – das sollte dir bewusst sein – ausser seine Frau weiss davon und sie toleriert es.
Es muss dir nur bewusst sein, dass du immer im Hintergrund stehen wirst. Ich weiss ja nicht wie offen du und dein Partner damit umgeht.
Wenn ich ehrlich bin, ist das nicht dein Problem – wie gesagt – du bist ein freier Mensch – es ist seine Entscheidung mit dir eine Beziehung einzugehen.
Er ist verheiratet nicht du – es liegt in seinem Verantwortungsbereich, ob er das sich und seiner Familie aufbürden möchte – wenn du so stark bist und die Belastung aushalten kannst – geniesse es so lange du kannst – aber dann – weg mit dem schlechten Gewissen, sonst machst du dich kaputt!
Mach nicht den Fehler und übernimm seine Verantwortung – du hast bisher genug Verantwortung getragen – du trägst deine – er seine.
Triff die Entscheidung für dich – überdenke die Situation und entscheide dich, bevor es zu tief geht (oder du lässt es von Anfang an nicht zu tief gehen).
Wünsche dir eine tolle Zeit, und lebe!!!
Helga
Tags: Anonymität, Belastung, Ehe, Ende, Erfahrung, Familie und Kindererziehung, Forum, Frauen, hilfe, Hintergrund, Jahre, Scheidung, Zeit
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Written on Samstag, März 13th, 2004 at 05:23 by forumeintrag
Ich möchte die Möglichkeit des Ratsuchens in diesem Forum nutzen und ich möchte einmal mein Problem hier offenbaren, weil es mir gut scheint, dass hier die Form der Anonymität gewahrt ist.
Freuen würde ich mich aber über Zuschriften, ernstgemeinte Ratschläge, unter der Brosinski21@aol.com.
Mein Problem, das ich seit geraumer Zeit habe, ist, dass ich mich (ich bin eine alleinerziehende Mutter,46, und meine Tochter ist jetzt 4) in den Kinderarzt von meiner Tochter verliebt habe.
So, jetzt ist es irgendwie schon mal raus und gesagt und es ist eigentlich die ganze Problematik.
Dieser Kinderarzt ist in meinem Alter, ungefähr, und er weiss natürlich von nichts etwas.
Aus der Tageszeitung, da war mal ein Bericht über ihn drin, weiss ich, dass er verheiratet ist und das schon lange.
Aus seinen Berichten weiss ich, dass er einen jetzt 15jährigen Sohn mit seiner Ehefrau hat.
Also scheint mir da eine absolut tragfähige Ehe zu sein, in die ich mich nicht einmischen möchte z.B.
Dementsprechend erscheint es mir unwahrscheinlich, diesem Kinderarzt je etwas von meinen Gefühlen mitteilen zu können, noch irgendwie die Gefühle leben zu können.
Nun, das ist das gesamte Dilemma.
Ich glaube, ich liebe ihn schon sehr lange. Ich habe ihn eigentlich gleich nach der Entbindung von meinem Kind ausfindig gemacht und war gleich sehr beeindruckt von ihm.
Es wird aber jetzt manifester und es wird schwieriger, weil ein Gefühl nach Erfüllung strebt. Das weiss man ja von dem Werther von Goethe, dem die unerfüllte Liebe zur Charlotte gleich das Leben kostete.
Ich finde mich ziemlich ratlos, weil ich mich emotional sehr befangen fühle und einfach “liebe”, so schnulzig sich das auch anhören mag.
Und ratlos bin ich auch, weil es keine Erfüllung geben kann oder darf und ich nicht weiss, wie ich heil aus dem desaster herauskam.
Bitte schreibt mir, auch privat in meinen Postkasten.
Danke im Voraus.
Gruss
Karin
Tags: Anonymität, Arzt, Ehe, Ende, Forum, Gefühl, Kind, Kinder, Liebe, Mutter, Sohn, Zeit
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Written on Donnerstag, Juli 17th, 2003 at 19:12 by forumeintrag
Hallo,
ich bin Redakteurin des Frauenmagazins Maxima und arbeite an einem Artikel zum Thema “Beziehungssucht”.
Dafür suche ich Tipps zu Selbsthilfegruppen in Österreich, Internetforen und Büchern.
Ebenso suche ich (Ex)Betroffene, die mir Ihre Erfahrungen per Mail oder im persönlichen Gespräch mitteilen. Achtsamkeit & Anonymität garantiere ich.
Kontaktaufnahme bitte per Mail an: beziehungssucht@gmx.at
Tags: Anonymität, Erfahrung, Frauen, hilfe, Internet, Österreich, Tipps
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Written on Dienstag, August 6th, 2002 at 19:12 by forumeintrag
Hexe! Schön zu hören, dass ich dir helfen konnte! Superduper! Juhei!
Obschon: war das unter Umständen Ironie?
O Gott, ich schwanke, zuerst lässt mich Eveline nicht an ihre scheuen Süssigkeiten, dann gibt mir Hexe noch mit ihrem weibischen Ingrimm den Rest, lieber Gott war ich wirklich wieder so ein Übler (eine Frage also an mich selbst), nein, nein, so arg auch wieder nicht, erklinget da die Antwort, allerdings beim heiligen Christophorus, wie leicht liesse sich der glimmende Konfliktfaden lösen und aller Fegefeuer Urspindel, weiss der Knabe da oben (und erst der da unten…), eine einzige von Hexes oder Evelines Saftreichen Violinenrundungen, und dein wimmelnder Lebensdurst wäre so immens und auf ewig und für alle Höllen auf Erdenzeit gestillt, o ich Elender, wie schmachte ich nach ihren fleischernen Nektarien und wie lachen sie über meinen Unglimpf, wie dürstet es mich ihre flüchtigen fliehenden hohlen heissen Hüllen mit schmutzigen niederspritzenden Vulkanmiasmen zu überspeien, zu bändigen, zu durchzwingen, zu beherrschen, zu Mehl zu melken und mit Haut und Haar in den Boden des Orkus zu schmettern und zu vertilgen und mein zu machen und zu verprassen alles das zu meinem wabrigen kreischenden singenden frohlockenden Wohle, doch siehe wie sie weichen und mich schmoren und faulen und verröcheln und vergilben und verbrennen und verschwären lassen hinter ihrer billigen Anonymität und den feigen Wänden ihrer lauen Beschützerschar denn sie wissen nicht was sie tun o Herr der züngelnden Galaxienmagmen und der greisen Lebenswelten Lichterreigen, gib einen Tropfen Hirn in ihre schlangigen windenden glibbrigen Lehmstatuen um meine Flutenkrallen zu trinken und zu saugen und zu lindern und zu malmen mit dem weissen zuckenden Mund ihres mastigen erdenhellen Schlammseins
Tags: Anonymität, Ehe, Ende, Liebe, Zeit
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Written on Donnerstag, April 25th, 2002 at 05:15 by forumeintrag
Hallo Roland,
es hat mir doch keine Ruhe gelassen.
Ich bin jedoch der Auffassung dass die Art der Schreibweise nicht ausschlaggebend ist für die Sache. Wenn ich mich hinsetze und dichte, gehen rasend viele Gedankengänge durch meinen kopf. Ich durchlebe meine Problematik.
Ich verstehe nicht, wie du der Meinung bist, dass geschundene, missbrauchte Frauen hier Anstoß finden.
Ich überlege da wirklich sehr.
Es wird viel zu viel kaputt gemacht durch die Verlogenheit und den Selbstbetrug so mancher Männer.
Es tut mir leid, wenn du dich hier mit einbeziehst. Ich könnte mich als Frau ebenso mit einbezogen fühlen, denn es gibt ja auch die Frauen, die nicht die Stärke und Selbstachtung haben sich – wo auch immer – zu prostituieren. Aus welchen Gründen – auch immer.
So wird auf Beiden Seiten achtlos miteinander umgegangen. Und es wird dem Mann (allg. gesprochen) so einfach gemacht, seinen Neigungen und krankhaften (!) Trieben nachzugehen. Alles im Rahmen der Anonymität. Das ist zudem noch Feige.
Ja lieber Roland, ich habe schon Kinderpornographie auf dem Rechner meines Freundes gesehen. Danke mir reichts!
Zur Zeit bin ich was das männl. Geschlecht angeht auf 180 und nur auf Opposition eingestellt. Das ich so weit bin ärgert mich um so mehr.
Leider nehme ich vom großteil der männl. Befölkerung nur noch das negative an. Leider, Leider!! Sonst würde das “Geschäft im Internet” nicht so boomen.
also nichts für Ungut Roland.
Der kleine Poet
Tags: Anonymität, Ehe, Frauen, Internet, Kind, Kinder, Liebe, Männer, Missbrauch, Zeit
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Written on Donnerstag, April 25th, 2002 at 05:15 by forumeintrag
hallo Roland,
du solltest dir den Stiefel nicht anziehen, wenn er dir nicht passt!
Dies ist meine Art mit meinen perslönlichen Problemen umzugehen.
Was soll man denn machen, wenn der eigene Mann sich stundenlang Pornos, Mädchensex- und Teenfilme sich aus dem Netz herunterlädt, wenn er sich Bilder von jungen Dingern und Frauen auf dem Rechner speichert und dann noch der Meinung ist, es tut unserer Beziehung keinen Schaden, da dies alles nicht real ist????????
Es ist eine allgemeine Verlogenheit und ein Selbstschutz, man kann sich so viel erlauben in der Anonymität und er nutzt es.
Es ist keine leichte Situation für mich und ich bin hier in der tiefsten Ecke meines weiblichen Seins getroffen und sehe wie der Mann den ich liebe so unsere Zukunft aufs Spiel setzt.
Ich habe größte Schwierigkeiten damit umzugehen und habe von einigen Frauen mit selben oder ähnlichen Problemen gehört. Auch in anderen Foren wird diese Problematik bearbeitet.
z.b. HSV e.V Die erste Selbsthilfe
Es tut mir wirklich leid, wenn du dich hier persönlich angesprochen fühlst. Das solltest du nicht .
Trotzallem werde ich weiterhin meiner Seéle so luft lassen.
Ich tu niemanden weh damit und viele Frauen können so sehen, dass sie nicht alleine sind mit ihren Problemen
lieben Gruß
der kleine poet
Tags: Anonymität, Ehe, Frauen, Gene, hilfe, Liebe, Mädchen, Test
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Written on Mittwoch, April 24th, 2002 at 05:14 by forumeintrag
Der Reife Mann
Du siehst dir bloße Leiber an,
von jungen Mädchen und von Frau’n.
Sie räkeln und sie winden sich,
erfüllen dir versteckt den Traum.
Du denkst sie sind ja nicht real,
doch weiß ich wohl sie gibt es doch.
Gebraucht für deine Fantasien,
bezahlt, gefilmt im Rattenloch.
Du findest’s geil und schön,
und willst nicht sehen das „Dahinter“.
Viel Frauenleid und Mädchensex
hier herrscht der kalte Winter.
Welch’ Mädchen gibt sich gerne hin,
für Lustgewinn bei geilen Böcken.
Doch du bist fein herausgeputzt,
kannst dich in Anonymität verstecken.
Ich wünsch mir, fang zu denken an.
Würd’ ich dasselbe tun,..
Könnst fassen mich mit Liebe an,
im Bett in Frieden bei mir ruhÂ’n?
Belügst dich wieder immerwieder selbst,
mit falscher, doppelter Moral,
lebendig Frauen sind Objekt für dich,
der Beigeschmack ist faul und schahl,…
Hätt’st eine Tochter du, im zarten Alter,
und würdest sie im Porno seh’n,
würd’st stolz sein wie ein Vater
oder Tränen dir im Auge steh’n?
Wie jung müssen die Mädchen sein,
wie rein und unbescholten,
genommen dann für dich und alle,
von Wichserlust beschmutzt vergolten.
Was schön sein soll bei Mann und Frau,
wird hier genommen und wird Dreck.
Einzig allein zur Selbstbefriedigung,
erfüllt das Weib, bezahlt, den Zweck.
Ich wünscht mir, fang zu denken an,…
Tags: Anonymität, Ehe, Frauen, Liebe, Mädchen, Vater
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Written on Freitag, August 24th, 2001 at 05:29 by forumeintrag
Ach Homeeeeer…..mir kommen die Tränen! Bist du dir auch wirklich sicher, daß du in der Welt da draußen klarkommst….so ganz ohne uns? Ohne die Anonymität dieser von Phantomen bevölkerten virtuellen Welt?
Nein….das kannst Du nicht, Homer! Über kurz oder lang wirst du wieder hier in unserer Mitte landen…!
Doch wir werden dir helfen….Wir sind deine Freunde, Homeeeeer!
*haucht*: …die einzigen…….
Tags: Anonymität
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Written on Freitag, Juni 2nd, 2000 at 01:33 by christiane
Unter US-Studenten ist der Anteil von Internetsüchtigen größer als in der Gesamtheit der Internetnutzer. Dr. Kimberley Young vom Center für Online Addiction in Pittsburgh, USA schätzt die Zahl der Betroffenen mit ‘pathologischer Internetnutzung’ (offizielle Bezeichnung, eingeführt durch die American Psychological Association im Jahr 1997) unter Collegestudenten auf 8 bis 14 Prozent gegenüber 6 Prozent unter allen Internetnutzern. Besonders gefährdet sind nach Aussagen von Dr. Young in einem von der US-Nachrichtenagentur U-Wire verbreiteten Artikel Studenten mit Studienproblemen oder Problemen mit ihrem Partner bzw. Freunden.
Die Psychologin gibt zu, daß es oft schwer ist zu unterscheiden, ob tägliches stundenlanges Surfen oder Chatten zwanghaftes Verhalten darstellt oder lediglich Ausdruck großer Langeweile ist. So berichtet James Jolly, ein College-Student über seinen Zimmerkollegen, daß er in jeder freien Minute am Computer sitzt und chattet oder ‘instant e-mails’ schickt: ‘Ich glaube nicht, daß er süchtig ist, er spart nur Geld in dem er den Computer benutzt statt ein Telefon’. (In den USA ist nur eine Grundgebühr für die Modem-Verbindung bzw. Internetanbindung gemeinsam mit Kabel-TV zu bezahlen, die Zeit Online gilt als ‘Ortsgespräch’ und ist mit der Telefon-Grundgebühr abgedeckt.)
Warnzeichen von Internetsucht und Selbsttest
Was sind die Warnzeichen einer ‘Internetsucht’? Internetnutzer, die jede Minute ihrer Freizeit im Web verbringen, ihre Familie und Freunde über das Ausmaß der Online verbrachten Zeit anlügen, bereits Probleme in der Partnerschaft oder im Beruf wegen ihres Surfverhaltens haben und sich im realen Leben ängstlich oder deprimiert fühlen zeigen typische Warnzeichen und sollten Kontakt mit einem Psychologen oder Therapeuten aufnehmen. Einen kurzen Selbsttest mit weiteren Warnzeichen findet sich auf meiner Homepage. Wer einmal einen amerikanischen Test in Originalform machen möchte, dem sei der Selbsttest des Centers für Online-Addiction empfohlen: http://netaddiction.com/resources/test.htm.
Dr. Kimberley Young gehört zu den ersten ‘Cyber-Psychologen’ in den USA. Mittlerweile haben etliche andere Wissenschafter dieses Thema entdeckt und springen auf den Zug auf, in dem sie gegenüber Medienvertretern ihre Besorgnis über die Entwicklung äußern. Während sich heutige US-Teenager eine Zeit ohne Computer gar nicht mehr vorstellen können, befürchten Psychologen negative Folgen für die soziale Entwicklung der Gesellschaft: Je mehr die üblichen Teenie-Treffpunkte wie Pizzerias, Skateboard-Bahnen oder Discos durch Aktivitäten im Cyberspace ersetzt werden, desto stärker werden Isolation, Einsamkeit und Ungeübtheit in zwischenmenschlichen Kontakten.
Soziologin Sherry Turkle vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge bei Boston hat kürzlich eine Studie über den Einfluß der interaktiven Computertechnologie auf Selbstidentität und Wertvorstellungen von Teenagern gestartet: ‘Wir wollen nicht nur untersuchen, was der Computer für uns tun kann, sondern auch, was er mit uns anstellt’. Eine ähnliche Studie wird an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh laufen. Sozialpsychologe Robert Kraut meint, er sei besorgt über den ‘hohen Preis an verpaßten Gelegenheiten’ den Jugendliche für ihre Online-Zeit zahlen müssen. In einer früheren Studie (1998) untersuchte Kraut 100 Pittsburgher Familien, die einen Internetzugang besaßen und fand, daß Jugendliche mit ein paar Stunden Internetaktivitäten pro Woche weniger Freunde hatten als andere Jugendliche. ‘Chatten mag besser sein als Fernschauen, aber es ist schlechter, als sich irgendwo mit seinen Freunden real zu treffen’ sagt Robert Kraut.
Viele Jugendliche selbst sehen nichts ungewöhnliches darin, daß der Computer einen zentralen Platz in ihrem sozialen Leben einnimmt. Mittlerweile besitzen 40 Prozent aller US-Haushalte einen Computer, bei Haushalten mit einem Jahreseinkommen von mehr als 50 000 US-Dollar sind es sogar fast 70 Prozent. Beim Internet-Provider America Online führt man die immense Zunahme der Nutzung des ‘Instant- Messenger Systems” ( es ermöglicht gleichzeitige Realtime- Kommunikation mit mehreren Freunden) vor allem auf die hohe Akzeptanz bei Jugendlichen zurück. Die Nutzungsspitze für das System wird regelmäßig am nachmittag verzeichnet, kurz nach Schulschluß.
Virtuelle Welt contra reale Welt?
Während Wissenschafter über die Realitätsferne in der virtuellen Welt besorgt sind, haben viele Jugendliche damit kaum Probleme. Sie erwarten gar nicht erst, daß die Online Welt genauso ist wie die reale Welt. So reagierte der 14jährige Jonathon Reis aus Somerville gelassen nach seinem ersten Treffen mit einem recht molligen Mädchen, das sich im Online Kontakt als schlank bezeichnet hatte: ‘Ich weiß, daß sich die meisten mit größter Wahrscheinlichkeit als attraktiver beschreiben als sie wirklich sind.’ Andere Teens geben zu, daß es leichter ist jemanden Online nach einem Date zu fragen oder eine Beziehung zu beenden als im persönlichen Gespräch.
Soziologin Sherry Turkle meint zu diesen Ansichten, der Cyberspace wird mehr und mehr zum elektronischen Spielplatz von Jugendlichen. Eine Entwicklung, der sie auch Positives abgewinnen kann: Die Anonymität zum Beispiel bietet Jugendlichen die Chance verschiedene Identitäten auszuprobieren und dadurch mit der Zeit ihre eigene zu finden – ein wichtiger Entwicklungsschritt, der in der Teenagerzeit vollzogen werden sollte.
Andere Wissenschafter bleiben bei ihrer eher negativen Haltung. So äußert sich Harry Waxman von der Harvard Medical School in Cambridge besorgt über die Schwäche von sozialen Kontakten, die im Internet geknüpft werden. Er meint:’Das ist nicht die Art von Beziehungen, die dich in einer ernsten Lebenskrise stützen können’. Waxmann fürchtet, daß derzeit eine Generation von Teenagern erzogen wird, die später als Erwachsene ein Problem eher durch ein E-Mail lösen als in offener Diskussion von Gesicht zu Gesicht.
Quelle: American Psychological Association – Psycport
Tags: Anonymität, Computer, Diskussion, Internetsucht, Online-Generation, Pizzerias, Selbstidentität, Turkle, Waxman
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Written on Freitag, Mai 19th, 2000 at 19:12 by forumeintrag
Liebe Marlene,
Sie machen mir die Antwort nicht leicht. Ich kann Ihnen leider keinen Tipp geben, wie Sie doch noch an diesen Mann herankommen. Zu einer Beziehung gehören eben immer zwei. Ich habe den Eindruck gewonnen – kann mich aber natürlich täuschen- daß Ihr Bekannter die Anonymität und Unverbindlichkeit im Internet dazu genutzt hat, etwas “herumzuflirten” ohne jemals daran zu denken, seine Frau zu verlassen oder daran zu denken, daß er die Gefühle einer anderen Frau verletzen könnte. Jetzt versucht er sich zurückzuziehen und je mehr Druck Sie machen, desto stärker wird er sich zurückziehen.
So leid es mir tut, aber Sie sollten auf Ihre Freunde hören. Dieser Mann ist sicher nicht die letzte Möglichkeit für Sie zu einer befriedigenden Partnerschaft zu kommen. Klammern Sie sich daher nicht daran. Vielleicht versuchen Sie es noch einmal mit einer therapeutischen Unterstützung um über diese schwere Zeit hinwegzukommen.
Herzliche Grüsse, Christiane Turnheim
Tags: Anonymität, christiane, Ehe, Ende, Gefühl, Internet, Liebe, Therapeut, Zeit
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