Von – Kimba

Written on Dienstag, September 22nd, 2009 at 06:20 by forumeintrag

Hallo,
danke Daisy. Keine sorge ich experimentiere nicht eigenmächtig. Bin da unter der Betreuung von dem Mann der Bekannten – der ist . Naja leider sind die 100km weiter weg :( und können mir nur via Skype jeden Abend helfen. Ich fahr alle 2 Wochen zu denen um eben die Medikation kontrollieren zu lasse. Für mich ist das einfach versagen da ich vor 5 Jahren nach nem Suizidversuch und anschließender Therapie richtig lang durchgehalten. bis jetzt … ich find das als versagen. Und meine waren beim ersten mal schon so enttäuscht und das schaff ich diesmal nicht. Die sehen das nicht als Krankheit … oh man :(

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Von – Daisy

Written on Dienstag, September 22nd, 2009 at 06:20 by forumeintrag

Hallo Kimba,
ich kann mich in deine Lage sehr gut hineinversetzen, da ich selber sehr schüchtern bin und mich nichts trau.In der Zwischenzeit hab ich es doch geschafft unter Menschen zu gehen.
Nun zu deinem Problem. Wieso glaubst du, dass du versagst, wenn du einen anrufst?? Wenn du krank bist, eine Grippe hast oder Magenschmerzen, oder sonst irgend ein Leiden, wohin gehst du da? Zu einem . Genau dasselbe ist ein Psychologe, ein für die . Es ist nicht dein Körper krank, sondern deine und der Psychologe ist dafür zuständig. Hast du das schon einmal von dieser Seite betrachtet? Von versagen kann doch hier übehaupt keine Rede sein. Ein Mensch besteht eben aus Körper Geist und und die dürfen alle einmal krank sein. Sehe es doch von dieser Seite und versuch es nochmals.
Ich würde es auch deinen sagen, die dir auch bestimmt helfen. Wenn du es wirklich nicht alleine schaffst anzurufen, könnte es doch wer anderer für dich tun, eben deine , oder die Bekannte, von der du geschrieben hast. Einfach einen Termin für dich ausmachen.
Was ich an deiner Stelle nicht tun würde, mit Medikamenten eigenmächtig herumexperimentieren, da kannst du unter Umständen mehr Schaden anrichten, als es dir hilft. Bei vielen dieser Medikamente besteht die Gefahr einer Abhängigkeit, dann kommst du vom Regen in die Traufe.
Also Kimba, nimm deine ganze Kraft und veruch es nochmals, wenns alleine wirklich nicht geht dann mithilfe deiner Eltern oder sonst einer Vertrauensperson. Es ist wirklich keine Schade eine Depession zu haben.
Alles und viel Kraft sendet dir
Daisy
du schaffst es

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Von – Daniela

Written on Mittwoch, Januar 18th, 2006 at 05:42 by forumeintrag

Ich schreibe nächste Woche meine Prüfung in Psychologie und hätte dies bezüglich mal eine Frage und zwar wie lautet die überprüfbare Hypothese des Standford Prison nach Zimbardo? Ich habe überall gesucht und nichts gefunden. Vielleicht kann mir jm. helfen, wäre echt super. Vielen Dank im Voraus! LG Daniela

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Von – Joerg Hartig

Written on Samstag, Oktober 18th, 2003 at 05:17 by forumeintrag

Haben Sie Interesse an Psychologie?

Auf http://www.psychologie-onlineforschung.de
gibt es regelmäßig aktuelle wissenschaftl. Umfragen und Experimente,an denen Sie gern teilnehmen können.
“Dankeschön-Verlosungen” gehören dazu!

Jörg Hartig, Leipzig

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Mangelhafte Selbstkenntnis: Wir halten uns für besser als wir sind

Written on Freitag, Februar 1st, 2002 at 04:47 by christiane

Eigentlich sollten wir uns selbst ausgesprochen gut kennen. Es gibt nichts auf der Welt worüber wir soviel Informationen besitzen wie über uns selbst. Trotzdem, psychologische Experimente und Untersuchungen bringen immer wieder die Erkenntnis: Vielen Menschen fällt es leichter, das anderer vorherzusagen als ihr eigenes. Die neuesten Forschungsergebnisse zu diesem Thema wurden kürzlich auf dem Kongreß der American Psychological Society in Miami Beach, Florida vorgestellt.

Forscher der Cornell Universität im US-Bundesstaat New York haben Aspekte des moralischen Verhaltens näher unter die Lupe genommen. Ihre Ausgangs-Vermutung, daß eine ausgeprägte Tendenz besteht sich selbst auf moralischer Ebene als besser, großzügiger, fairer und ethischer im Verhalten als andere Menschen einzuschätzen wurde bestätigt.

Zwei Experimente:

Nicholas Epley und David , die beiden Forscher der Cornell Universität, führten zwei Experimente durch: Im ersten fragten sie 251 Psychologie-Studenten ihrer Universität wieviel sie bei einem für fünf Wochen später als Spendenaktion angesetzten Narzissenverkauf erwerben werden. Außerdem sollten sie einschätzen wieviel ihre Studienkollegen kaufen werden. 83 Prozent der Befragten gab an, sie würden Spendenblumen kaufen, aber nur 43 Prozent haben es tatsächlich getan. Weiters meinten die Studenten über sich selbst, sie würden für zwei US-Dollar Blumen kaufen. Die Spendenbereitschaft der anderen Studenten schätzten sie auf 1,6 US-Dollar ein. Die tatsächliche Pro-Kopf-Spendensumme lag dann bei 1,25 US-Dollar.

Im zweiten ließen die Forscher 97 Studenten eine “Prison Dilemma”- Aufgabe spielen. Bei solchen Aufgaben geht es um Kooperationsbereitschaft und Vertrauen in andere. Die Aufgaben werden von zwei Partnern unabhängig voneinander gespielt und sind so angelegt, daß beide Partner am meisten profitieren, wenn sie zusammenhalten und einen für den einzelnen mit negativen Konsequenzen bedrohten Weg gemeinsam gehen. Bei Kooperation entfallen nämlich die negativen Konsequenzen. Da aber die Spielpartner nicht wissen wie der jeweils andere sich entscheidet, ist die höher, daß sie sich gegen die Kooperation entscheiden und für den Weg, der die wenigsten negativen Konsequenzen für Einzelgänger aufweist. Die Studenten sollten vor dem Experiment ihr wahrscheinliches Verhalten einschätzen: 84 Prozent meinten, daß sie kooperieren werden, aber nur 61 Prozent taten das dann tatsächlich.

Schlußfolgerung:

Epley und Dunning erklären das Verhalten der Studenten auf Basis der Entscheidungstheorien von Kahnemann und Tversky: Demnach gibt es zwei Kategorien von Informationen: Informationen, die wichtig sind für die Einschätzung eines ganz besonderen Falles oder einer bestimmten Person und allgemeine Informationen über das durchschnittliche Verhalten von Menschen in ähnlichen bzw. vergleichbaren Situationen. Für eine möglichst exakte Vorhersage von Verhalten sollten beide Informations-Kategorien berücksichtigt werden. Wenn es um Einschätzung des eigenen Verhaltens geht tendieren wir allerdings dazu die Kategorie der allgemeinen Informationen links liegen zu lassen – selbst dann, wenn uns diese Informationen quasi auf die Nase gebunden werden. So informierten Epley und Dunning in einem Nachfolge-Experiment ihre Testpersonen über das bekannte durchschnittliche Spendenverhalten. Die Studenten reduzierten daraufhin ihre Einschätzung über das vermutliche Spendenverhalten anderer, sich selbst schätzten sie allerdings als genauso großzügig ein wie die erste Studentengruppe, die diese Informationen nicht hatte – und sie lagen damit natürlich weit über ihre tatsächliche Spende.

Quelle: www.psycport.com

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Von – schmuhl schubiak

Written on Dienstag, Januar 8th, 2002 at 05:55 by forumeintrag

Grüß Dich DD! Kann Dir bestimmt nicht mit meinen Fragen helfen, aber würde gern Dein posting besser verstehen. Was verstehst Du unter Luxusartikeln und wieso erschlagen sie Dich? Wie experimentierst Du mit den Gedanken Deines Gegenübers? Unter kontrolliertem Chaos kann ich mir auch nichts vorstellen. Wäre super, wenn du das beantworten könntest.

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Von – DD

Written on Sonntag, Januar 6th, 2002 at 05:52 by forumeintrag

WER KANN MIR HELFEN !!

Viele meiner Bekannten finden daß das wie ich mein Leben gestalte und so wie ich es mir erbaue vollkommen super sei.
Doch manchmal da habe ich so meine Probleme damit. Vor allem wenn sich die negativ erdachten Ereignisse realisieren. Dann bekomme ich manchmal Schuldkomplexe obwohl ich weiß daß ich selbst daran schuld war.

Nun zum eigentlichen Punkt meines “Problems”:
Weshalb kann ich alles im Leben durch meine eigenen erdachten Gedanken realisieren nur nicht wenn es um das Finanzielle geht. Da bekomme ich nur immer so viel wie ich gerade so zum Leben benötige. Aber alles andere an Luxusartikeln (ausser Geld) erschlägt mich von überall her. Ich empfinde mein Leben manchmal wie ein kontrolliertes Chaos.
Auch spüre ich die Gedanken meines Gegenübers und experimentiere sehr oft damit.

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Von – Matze

Written on Samstag, Oktober 28th, 2000 at 05:02 by forumeintrag

Hallo Bridget!

Also das ist mir jetzt noch nicht ganz klar…..weswegen hast du denn das , nachdem du dachtest, alles richtig zu machen, doch alles falsch gemacht zu haben?
Weil du bei jedem Problem die Schuld bei deinem Mann suchst und denkst, ihm gegenüber ungerecht gewesen zu sein oder weil du im Nachhinein deinen Lösungsansatz als falsch anerkannt hast?

Was ist nach einem Streit immer der Auslöser für deine Gefühle? Nach einer WIRKLICH ungerechten Schuldzuweisung würde ich mich nämlich auch nicht gut fühlen…..
Das ist sehr wichtig zu wissen.

Ich meine, wenn die Schuld bei ihm liegt, dann darfst du ihm auch Vorwürfe machen (ist vielleicht, wenn du ihn liebst, ersmal schwer, aber auch der nächste Mensch macht Fehler……), sonst weis er ja nicht, was dir nicht passt und was anders werden muß, damit auch du glücklich bist.

Ich glaube auch nicht, daß du ihn immer nur nervst durch Diskussionen, sondern eher, daß er, wenn Ruhe in seiner Persönlichkeit liegt, eben mehr denkt als spricht…versuch doch mal , ein Gespräch gaanz sanft einzuleiten und mal ALLE Schuldzuweisungen wegzulassen, einfach nur deinen Standpunkt und deine Sorgen darzulegen…..und sei es nur ein .
Du hast wegen seinem Rauchen schon oft von gesprochen?…..hm, ich hab noch nie Drogen konsumiert und rauche auch nicht, kann mich dann wohl auch nicht ganz in dich reinversetzen.
Ich will dir aber eins sagen, will dir aber nicht zu nahe treten:
Ich sehe einen Widerspruch darin, daß du einerseits sagst, daß du 100%ig nicht mehr WILLST, und dann willst du dich vielleicht von deinem Mann trennen, weil er eine so weiche Droge konsumiert….bist du wirklich schon völlig clean oder machst du dir vielleicht bei der Liebesintensität zu ihm was vor?
Wenn er dich liebt, sollte er doch wirklich aufhören, wenn du ihn, wirst du doch nicht gleich die ganze Beziehung deswegen aufs Spiel stellen……..
bist du vielleicht gefrustet, weil du denkst, daß ihr doch nicht so zusammenpasst?

Das alles nur so als Denkansatz….

Viele Grüße Matze

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Kontrolle des Gefühlsausdruck verschlechtert Erinnerung

Written on Freitag, September 1st, 2000 at 04:36 by christiane

Wer versucht selbst in den schwierigsten Situationen nach außencool zu bleiben zahlt dafür einen ”kognitiven Preis”: Die an das betreffende Ereignis ist schlechter als die von Menschen, die ihre Gefühle weniger kontrollieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine , die in der Septemberausgabe der Zeitschrift”Journal of Personality and Social Psychology” veröffentlicht wurde.

An und für sich ist es nichts Neues, daß wir Menschen die von Gefühlen und auch den Ausdruck mehr oder weniger kontrollieren können. Die Jane M. Richards von derUniversity of Washington und James J. von der Stanford Universität wollten nun wissen, ob diese Kontrollbemühungen in bezug auf auch Auswirkungen auf die geistige Verarbeitung der Situation haben. Ihre Ausgangshypothese war, daß Unterdrückung von Gefühlen wie z. B. in einer belastenden Situation keinen Ausdruck von Angst, Betroffenheit oder Abscheu zu zeigen, kontinuierliche Selbstkontrolle erfordert. Dieser Prozeß, so spekulierten die Autoren der Studie, nimmt während der Situation kognitive Ressourcen in Anspruch und dadurch werden andere kognitive Funktionen, wie z.B. das Gedächtnis, in ihrer Leistung beeinträchtigt. Jemand, der seine Reaktionen nicht kontrolliert müßte sich demzufolge besser an das Ereignis erinnern können.

Die Forscher führten mehrere Gedächtnis- Experimente mit ihren 53 Testpersonen (24 Männer, 29 Frauen) durch. In einem zeigten sie einen Videoclip mit dem Streit eines Ehepaares über eine außereheliche Affäre des Mannes während die Tochter des Paares zuschaut. Der Hälfte der Teilnehmer an diesem wurde gesagt, sie sollten beim Anschauen des Filmes keine Gefühle zeigen. Die andereHälfte bekam nur die Instruktion, aufmerksam zuzuschauen und zuzuhören. Später wurden die Teilnehmer über ihre Gefühle und in bezug auf ihre Erinnerung befragt. Das Ergebnis: Die Mitglieder beider Gruppen unterschieden sich nicht in ihren Berichten über ihre Erfahrung von Gefühlen beim zuschauen. Die Gruppe, die keine Gefühlen zeigen durfte hatte aber eine deutliche schlechtere Erinnerung an das, was in dem Film gesagt und getan wurde.

Im zweiten Experiment ging es um die Frage ob die Stärke der Emotionen eineRolle spielt, d.h. ob die Erinnerungsleistung sinkt je stärker die Gefühle sind, die unterdrückt werden müssen. Außerdem wurde untersucht, ob die Art dergewählten Kontrollstrategie Auswirkungen auf das Gedächtnis zeigt. Die Teilnehmer an dem Versuch wurden in drei Gruppen geteilt und bekamen Dias von Verletzten vorgeführt und dazu einige gesprochene Information geliefert. Einer Gruppe wurde mitgeteilt, sie sollten während der Vorführung keine Emotionen zeigen. Die Mitglieder der zweiten Gruppe sollten sich in die Rolle des Arztes versetzen unddie Bilder mit neutralem Interesse sehen und der dritten Gruppe wurde einfach nur gesagt, sie sollten sichdie Bilderansehen. Diese Gruppe bildete die sog. Kontrollgruppe. Bei diesem Experiment gab es ein erstaunliches Ergebnis: Die Teilnehmer der Gruppe, die keine Emotionen zeigen sollte, konnten sich deutlich schlechter an die Informationen erinnern alsdie Kontrollgruppe – aber, als die Teilnehmer aus einer Anzahl von ähnlichen Dias das vorher gezeigte heraussuchen, d.h. wiederkennen sollte, schnitten beide Gruppen gleich gut ab. Beeinträchtigt war also nur die Erinnerung an die verbale Information. Die Stärke der emotionalen Intensität derBilder spielte ebenfalls keine Rolle fürdie Erinnerungsleistung. Es stellte sich aber heraus, daß die Art derKontrollstrategie wichtig ist: die zweite Gruppe, die die Dias wie neutrale Ärzte betrachten sollte, hatte in bezug auf die verbalen Informationen sogar einebessere Erinnerungsleistung alsdie Kontrollgruppe.

Der Originalartikel in der Septemberausgabe der Zeitschrift’Journal of Personality and Social Psychology” ist unter www.apa.org nachzulesen.

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Depression: Hilft positive Psychologie?

Written on Freitag, März 31st, 2000 at 00:55 by christiane

Martin Seligman, Psychologie Professor an der Universität von Pennsylvania, sagt, Glück bzw. Lebensfreude hängt stark mit einer optimistischen Erwartungshaltung dem Leben gegenüber zusammen und diese Erwartungshaltung kann gelernt werden.

Positive Psychologie

Seligman ist Autor des bereits 1990 erschienen Buches “Gelernter Optimismus” und gilt als geistiger Vater der “Positiven Psychologie”. Seit Ansatz hat einige Psychologen bewogen nach Jahren “klassischer” Depressionsforschung die Fragestellung zu ändern. Sie forschen nicht mehr danach, was uns unglücklich macht, sondern fragen vielmehr “was macht uns Menschen glücklich?”. Konkrete Forschungsfragen lauten: Haben glückliche Menschen ähnliche Lebenseinstellungen oder Lebensumstände? Trägt Wohlstand zum Glück bei? Welche Wege führen zu einem glücklichen Menschen? Und vor allem: Wie definiert man überhaupt Glück am besten?

Unterschiede zwischen Optimisten und Pessimisten

Seligman meint, Optimisten haben mehr Chancen auf Lebensfreude. Kennzeichen von optimistischen Menschen ist, daß sie Erfolge und positive Ereignisse in ihrem Leben auf ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten zurückführen und negative Ereignisse als Pech ansehen, das sie zufällig getroffen hat. Pessimisten dagegen fühlen sich verantwortlich und schuldig für alles Negative und schreiben dagegen positive Ereignisse dem Zufall zu und nicht ihren eigenen Leistungen und Fähigkeiten. “Wenn dein Chef sich dir gegenüber schroff verhält, dann kannst du es entweder als seinen schlechten Tag interpretieren oder glauben, er verhält sich so, weil du eine wertlose Person bist”, sagte Seligman kürzlich in einem Gespräch mit der Tageszeitung “Boston Globe”.

Positive Psychologie – Modetrend oder ernstzunehmen als “Kognitive Therapie”?

Positive Psychologie wird von vielen Psychologen in den USA als eine zeitgemäße Lösung für Gefühlkummer gesehen, der nicht schwer genug ist, um mit Anti-Depressions-Medikamenten oder jahrelanger Analyse auf der Couch behandelt zu werden. In dieser Sichtweise ist Positive Psychologie verwandt mit Kognitiver Therapie, die Menschen helfen will negative bzw. schädigende Gedankenmuster zu ändern.” Sie gefällt den Leuten und macht Sinn” sagt Phil Levendusky, Direktor für Psychologie am McLean Spital in Belmont, Massachusetts. “Man muß nicht lange in Kindheitserinnerungen herumwühlen. Positive Psychologie ist zeitgemäßes Problemlösen. Der Ansatz ist praktisch, pragmatisch und hat Erfolge.”

Kritik an der Positiven Psychologie

Aber es gibt auch Kritik: Seligman ist einmal gefragt worden, welche Behandlung er einem hypothetischen Neffen empfehlen würde der unter schweren Depressionen leidet. Er antwortete, er würde ihm eine kognitive Therapie raten – ohne Medikamente. Diese Empfehlung findet nicht die Zustimmung von Bessel A. van der Kolk, Psychiatrie-Professor an der Boston University School of Medicine: “Bevor es Medikamente gegen Depressionen gab mußten Betroffene oft Monate im Krankenhaus bleiben”. Van der Kolk meint außerdem, daß es vor allem in Fällen der Traumabewältigung in Zusammenhang mit Depressionen notwendig ist, auch “Vergangenheitsbewältigung ” zu betreiben. Der pragmatische Ansatz der Positiven Psychologie vernachlässige hier viele Aspekte. “Menschen, die ein traumatisches Erlebnis erlitten haben müssen darüber erst reden können, bevor sie ihre Depressionen überwinden können”, meint van der Kolk.

Norbert Schwarz, Psychologie Professor an der Universität von Michigan kritisiert an der Positiven Psychologie, daß sie versucht zu viele Aspekte unter einem Namen zu vereinnahmen. So erforschen Seligman und Mitarbeiter auch Mut und in Zusammenhang mit dem “positiven Gedanken-Prozeß”.

Lebensfreude ist Freude an kleinen Dingen des Alltags

Während die akademische was Glück bzw. Lebensfreude nun eigentlich ist und wie man es erreichen kann in den USA weiterhin aktuell geführt wird fragen andere Psychologen einfach “den Mann/die Frau auf der Straße”, was er/sie zu diesem Thema zu sagen hat. Ed Diener von der Universität von Illinois fand z.B. daß sich selbst als glücklich bezeichnende Menschen ihren Gefühlszustand eher als “die meiste Zeit über wenig bis mittelmäßig angenehm” bezeichnen und weniger von “gelegentlichen intensiven Glücksgefühlen” berichten. Diener meint, daraus könne man lernen, daß Leute, die immer nach Hochgefühlen suchen, sei es im Beruf oder in einer Liebesbeziehung, mit größerer Enttäuschungen erleben werden. Lebensfreude hat demnach etwas mit der Fähigkeit zu tun, sich an den kleinen Dingen des Alltags erfreuen zu können.

Dieses Resultat wird von einer anderen unterstützt. Norbert Schwarz fand, daß Menschen, die im Rahmen eines Experiments an der Universität von Michigan, (von den Forschern plazierte) Geldmünzen an einem Kopiergerät gefunden hatten in einer nachträglichen Befragung über größere allgemeine Lebenszufriedenheit berichtet haben als Menschen, die keine Münzen vorfanden.

Was kennzeichnet Menschen mit Lebensfreude noch?

David Myers vom Hope College in Holland, Michigan fand einige Merkmale: Glück bzw. Lebensfreude hängt demnach nicht mit Alter, Geschlecht und Einkommen, abgesehen von extremer Armut, zusammen. Ausschlaggebend waren dagegen Faktoren wie irgendeine Form eines geistigen Glaubens zu besitzen und die Unterstützung eines Netzwerkes von nahen Beziehungen, wie Freunde und Familie.

Für Myers sind diese Ergebnisse der Beweis, daß die Zunahme an Depressionserkrankungen in der US-Gesellschaft zusammenhängt mit dem Verlust von traditionellen Beziehungsnetzwerken.

Brainmapping: Wo sitzt Lebensfreude im Gehirn?

Im Zuge der Bemühungen zu lokalisieren und zu analysieren haben sich Wissenschaftler natürlich auch mit den von glücklichen und depressiven Menschen befaßt. Richard Davidson, Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Universität von Wisconsin in Madison führt seit 15 Jahren entsprechende Forschungen durch. Er entdeckte dabei, daß der linke prefrontale Kortex von lt. Selbstbeschreibung glücklichen Menschen lebhafte Nervenzell-Aktivität zeigte während depressive Menschen eher Aktivität auf dem rechten prefrontalen Kortex zeigten. Aus diesem Ergebnis leitet sich die Frage ab, ob es in Zukunft ein Medikament geben kann, daß Lebensfreude durch Stimulierung des linken prefrontalen Gehirnabschnitts erzeugt. Davidson erforscht zur Zeit ob äußere magnetische Felder zur Stimulierung genutzt werden können.

Positive Psychologie am Arbeitsplatz

Unterdessen finden die Ansätze der Positiven Psychologie immer mehr Einfluß in die Arbeitswelt. Etliche Firmen haben bereits “Optimismustests” in ihr Testrepertoire für die Einstellung eines Bewerbers aufgenommen. “Besonders für Verkäufer ist eine Extra-Dosis von das Selbstbewußtsein schützenden Optimismus notwendig”, sagt dazu Arbeitspsychologe Michael Mercer aus Barrington, Illinois. Daher werden Bewerber, die hohe Punktezahlen in den Tests erringen von den Arbeitgebern bevorzugt.

Seligman freut sich über den Einfluß der Positiven Psychologie. Er hofft, daß es weiterhin beim weitgefächerten Forschungsgebiet bleibt und künftig auch Aspekte wie Ehrlichkeit, Mitleidsfähigkeit und Weisheit als positive und in einer Gesellschaft zu fördernde Eigenschaften einbezogen werden. Positive Psychologie ist nicht einfach nur “Happy-ologie”, sagt Seligman.

Quelle: “Happiness is a positive thought”, Boston Globe, 14.Maerz 2000, nachzulesen (bis etwa Mitte April): www.psycport.com unter dem Titel “Psychologists Study Causes And Effects Of Happiness”. Übersetzt und zusammengefaßt von Mag. Christiane Turnheim, Psychologische Online : www.psychohelp.at, e-mail: <http://www.privatedaddy.com?q=bz1URGEARGF0Sz5DXRx4BB4SbHgWakFBOHZa_19>

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