Von – Daisy

Written on Dienstag, November 24th, 2009 at 19:12 by forumeintrag

Hallo Silence,
so wie du dich beschreibst glaub ich, dass du dich selber nicht akzeptieren kannst. Du hast zwar beruflichen Erfolg, aber Beruf und privat sind doch zwei verschiedene Dinge. Wenn du den Menschen nicht in die Augen sehen kannst, zeigt das von einer Unsicherheit, und langsame Musik macht dich traurig, weil du dich nach Harmonie sehnst. Intimes Versagen muss nicht unbedingt verletzend sein,dass passiert wirklich mal jeden, aber man hat halt Angst dass es wieder u. wieder kommt. Du bist in deiner Unsicherheit gefangen u. kommst wahrscheinlich alleine nicht raus.
Hast du schon mal dran gedacht eine Therapie zu machen? Eine wäre sicher sehr gut für dich, da bekommst du vielleicht einen anderen Zugang zu deinen Problemen, und findest einen Weg heraus. Wenn du deine Frau liebst, würde ich an deiner Stelle alles versuchen,damit ihr beide wieder glücklich werdet.
Ganz Grüsse sendet dir
Daisy
Lass von dir wieder hören

Tags: , , ,

Comments Kommentare  »


Von – Kimba

Written on Mittwoch, November 11th, 2009 at 05:06 by forumeintrag

Hallo ihr lieben,
ich wollte euch mal auf meinen aktuellen Stand bringen. Ich habe mich gestern selbst entlassen, da nach 5 Wochen keine und keine andere Therapie mir die Decke auf den Kopf fiel in der Klinik. Nun bin ich daheim und habe mir einen neuen Psychiater gesucht und einen Hausarzt die mich beide während dem ausschleichen vom Tavor betreuen. Der Psychiater hat mir auch gleich gesagt dass bei mir eine Psychotherapie sehr wichtig wäre und das möchte ich nun nach und nach in Angriff nehmen.

lg eure Kimba

Tags: , , ,

Comments Kommentare  »


Von – Ventus

Written on Donnerstag, Oktober 1st, 2009 at 06:44 by forumeintrag

Hallo Mädels!

ich bin auf einem schrägen Brett, das statt einer Stiege in den Keller führt ausgerutscht und auf meiner Schulter gelandet. Hatte durch zuerst keine für irgendwekche Massnahmen und bin erst Stunden später ins Spital, Dort wurde dann die Prellung und Gott sei Dank kein Bruch diagnostiziert. Geht aber schon besser, Leider ist es meine eh schon ramponierte Schulter, da ich vor Jahren mit meinem Motorrad in einen Graben gefahren bin und da auch die Schulter verletzte. Aber es geht schon wieder. Nur die Grippe kommt net raus, schlummert so in mir dass ich kein Fieber bekomm, aber merke dass ich nciht ganz auf er Höhe bin.
Na egal, wenn net geht geh ich Montag in Krankenstand, dann muss mein Team mal ne Woche ohne mich klarkommen, hilft ja nicht.
Sonst gehts mir gut, ich bin nur sehr betroffen von Kimba und Kerstin und hofffe das die Beiden es schaffen. EIne würden beiden gutun, mit Begleitmassnahmen.

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende und meld mich wieder, sofern ich nicht das Bett hüten muss.
Also Grüsse an alle und euch Mädels
eure Ventus

Tags: , , , , ,

Comments Kommentare  »


Von – Daisy

Written on Donnerstag, Oktober 1st, 2009 at 06:42 by forumeintrag

Hallo Kimba
meine Worte waren nicht böse gemeint, ich wollte dir nur eine andere Türe öffnen, ausser Medi.hineinzustopfen.Ich glaube, dass das Einweisen eine gute Idee ist, du brauchst nicht nur Medi sondern auch eine , die dich wieder auf einen normalen Weg bringt.
Dass dein dich mit ignorieren bestraft glaub ich nicht. Es ist Hilflosigkeit, er kann mit dieser Situation einfach nicht umgehen, so wie jeder andere mit so einer Situation nicht unmgehen kann, der nicht geschult ist. Du darfst nicht glauben, dass alle gegen dich sind, es ist Verständnislosigkeit, man kann deine Logik nicht nachvollziehen. Dann reagiert man eben so unprofessionell.Das musst du auch verstehen. Du hast mir auch meine Frage nicht beantwortet, was in deinem Leben so eine ist, dass du in diese Situation gekommen bist.
Also denk nochmals nach wie du weiter machst, aber mach weiter, es bringt nichts, wenn du dich selber runtermachst.
Viel Kraft sendet dir
Daisy

Tags: , , , ,

Comments Kommentare  »


Von – aile

Written on Montag, Juli 23rd, 2007 at 06:06 by forumeintrag

Rotti!

Ich habe gerade deine Einträge gelesen und war ziemlich erschüttert, wie es dir derzeit geht. Gerade du, die du den anderen hier immer wieder Mut machst, hast selbst so einen schweren Weg zu gehen.
Du hast geschrieben, dass du eine Heimhilfe hast und eine Rufhilfe, wenn du mal stürzen solltest. Ich frage mich aber, ob du auch mal jemandem zum nur für dich hast? Gibt es für dich die Möglichkeit, auch mit dem psychosozialen Dienst der Caritas Konatkt aufzunehmen und so eine zum Beispiel bei dir daheim zu organisieren? Hast du , Freunde, Nachbarn oder Bekannte, die mal bei dir nach dem Rechten schauen? Ich denke, es ist für dich wirklich sehr schwer im Moment, aber du darfst dich davon nicht unterkriegen lassen.
Gibt es für dich die Möglichkeit, einen weiteren Schlaganfall zu verhindern, eventuell mit einer Operation?
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann versorgst du ja auch deinen Mann. Wäre es für dich einfacher, wenn du diese nicht hättest? Wieviel an Verantwortung für ihn kannst du abgeben? Welche Möglichkeiten siehst du da?

Mir geht es im Moment auch nicht besonders gut. Ich weiß dich daher nicht wirklich so recht zu trösten. Aber wenn ich eins in all den Jahren gelernt habe, dann das es auch wieder vorbeigeht. Nur die bis dahin aufzubringen und durchzuhalten….;-)

Liebe Rotti: Behalt das Leben lieb. Du wirst gebraucht! Schon allein deine Antworten hier in diesem Forum beweisen es und ich denke, es werden dir noch einige mehr schreiben, die es so ähnlich sehen wie ich.

Liebe Grüße an Dich!

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Comments Kommentare  »


Von – rotti2102

Written on Montag, Juli 23rd, 2007 at 06:05 by forumeintrag

hallo mohnblume, da ich derzeit selber nicht auf dem Damm bin (bin letzte Woche kollabiert und hab einen leichten Schlaganfall gehabt) will ich es kurz und bündig machen: Daß du Dein Leben dringend umstrukturieren mußt, hast Du ja schon gemerkt. Allerdings glaube ich, daß es SEHR wichtig wäre, dies mit professioneller zu tun. Wnde Sich – wenn Du in bist an den PSD (Psycohosozialer Dienst der Caritas) dort gibt es nette Sozialarbeiter, Du bekommst dort eine KOSTENLOSE . Solltest Du nicht aus sein, erkundige Dich bitte nach einer ähnlichen Institution. Alles Gute und Grüße rotti

Tags: , , , , , ,

Comments Kommentare  »


Von – rotti2102

Written on Donnerstag, Juli 12th, 2007 at 19:12 by forumeintrag

hallo selina!
mir ist es ähnlich gegangen wie dir, konnte mit und ohne meinen mann nicht leben, nur: wir haben uns wieder zusammengerauft und funktioniert seither schon 6 wieder.
Zu deiner Frage nach kostenloser kann ich dir folgendes raten. Beim Psychologischen Dienst (PSD) gibt es nette sozialarbeiter und auch – wenn notwendig – stundenweise einen . ruf einfach an und laß dir einen termin geben!
die zweite möglichkeit ist ein stationärer aufenthalt für eine , was in der regel in einer landesnervenklink stattfindet. laß dich aber von dem ausdruck nicht erschrecken, denn die haben auch offene abteilungen für fälle wie den deinen. ich hatte anfangs bedenken, wsar ja sani bei der rettung, hatte angst, daß das jemand erfahren würde. dsan hat die betreuerin beim AMS erzählt, daß sie nach ihrer auch 3 wochen dort war(ihre kollegen und die dienststelle wußten das sogar!!!), es ist wie ein erholungsurlaub. da warf ich alle bedenken über bord und habe es nicht bereut. man kann dort nachmittags mit anderen patienten zum einkaufen oder kaffe trinken gehen und – wenn man möchte, sogar mal übers wochenende heimfahren! zu deiner seelischen erholung kann ich dir das nur empfehlen! solltest du nicht in östtereich daheim sein, kann ich gerne versuchen, in deinem land etwas ähnliches ausfindig zu machen.
ich hoffe, daß ich dir damit helfen konnte
grüße und kopf hoch, deine rotti

Tags: , , , , , , , , , ,

Comments Kommentare  »


Von – seni

Written on Montag, Januar 26th, 2004 at 19:12 by forumeintrag

Hallo Elena, ich kann deinen schmerz und deine hilflosigkeit absolut verstehen – mir erging es ähnlich, ich bin einem heiratsschwindler aufgesessen – auch wir sprachen von einer gemeinsamen zukunft. ich habe keinen rat für dich – kein: “du musst ihn vergessen” – kein: “sei froh dass es zu ist” – ich müsste das mir auch alles sagen, aber das ist nicht so einfach – nur einen rat habe ich für dich: bitte zweifle nicht an dir, mach dich nicht verantwortlich, das habe ich nämlich auch getan und nichts erreicht damit…
ich kann verstehen, dass du einsam bist, dich quälst und deine gedanken immer nur um das eine thema kreisen – das wird auch noch eine weile so gehen… mir hilft eine und wie ich gelesen habe, willst du das auch tun. ich wünsche dir alles gute und möchte dir sagen, du bist nicht alleine mit deinem kummer und irgendwann wird es auch leichter.
grüße
seni

Tags: , , ,

Comments Kommentare  »


Von – Agnes

Written on Mittwoch, September 25th, 2002 at 05:46 by forumeintrag

Hallo Stef!

Hast du schon genaue Details, wie die Therapie aussehen wird! ist das eine , langzeittherapie,…?? mit wem hast du diese therapie vereinbart? du siehst ja selber ein, das du was dagegen machen musst. ich hab auch enorme angst vor der ersten richtigen therapie gehabt und diese hat sich erst gelegt, als sich ein die genommen hat, mir alles genau zu erklären, wie das abläuft und was es mir bringen wird. ich glaub, das ist auch bei dir das problem, du weißt zwar, das du was unternehmen musst, hast aber keine ahnung, was dich erwartet. vielleicht kann dir der arzt, bei dem du warst, dir weiterhelfen, dass du die angst ein klein wenig verlierst.

lg Agnes

Tags: , , ,

Comments Kommentare  »


Von – Angi

Written on Mittwoch, September 11th, 2002 at 19:12 by forumeintrag

@Tina
hm…ich verstehe was dumeinst. Ich denke das in manhcen fällen diese kindheitsfragen auch wichtig sind…bei traumata oder so. Aber um ehrlich zu sein…ich habe nie einen sagen hören: erzählen sie mal von ihrer kindheit *g*

das sind meist die freudianer (psychoanalyse) die sich daran aufgeilen. Aber “normale” psychologen fragen immer: was möchten sie denn heute besprechen? …klar kommt man automatisch ab und an auf die kindheit zu sprechen..aber dieser schritt geht vom klienten aus…und dann erst wird darüber gesprochen…wenn der klient dem psychologen durch mimik und gestik und durch das ansprechen zeigt “stop! das hier ist wichtig!”…der psychologe fragt vielleicht die familiären verhältnisse ab oder fragt ob den zuhause nie jemand geweint aht oder so….kommt aber auch auf die therapieform und die ausbildung des therapeuten an.

= neues einüben
Analytische Psychotherapie= kindheitsscheisse ausgraben
Gestalttherapie= “stellen sie sich vor auf diesem stuhl sitzt….”
= Was möchten sie heute besprechen ;)
usw.

Aber da die analytische psychotherapie von jung kommt und der schüler freuds war *fg* bin ich da wieder bei den freudianern mit der couch :) weil die formen ähneln sich doch sehr..nur halt ohne couch *g*
mfg
Angi

Tags: , , , , , , ,

Comments Kommentare  »


Von – Chappy

Written on Sonntag, April 21st, 2002 at 05:14 by forumeintrag

Ich hab da mal ne Fraaaaageeeeee! Vielleicht kann mir ja hier jemand weiterhelfen.
Letztes Jahr im November wurde von meinem Hausarzt eine Winterdepression festgestellt, die ich jedoch auch schon im Sommer und wohl auch schon davor hatte. Er hat mir ein Antidepressiva und Sonnenbank verschrieben. Was war ich so glücklich, daß mich jemand ernst nimmt und es hat auch geholfen. Mir geht es so gut wie seit Jahren nicht mehr und ich mache fleißig Zukunftspläne. Jetzt soll ich keine Tabletten mehr nehmen, da ja die helle Jahreszeit anfängt. Jetzt meine 2 Fragen: 1. Woran kann man eine von einer Winterdepression unterscheiden, wenn nicht an der Jahreszeit und 2. Ich habe gelesen, dass auch hier eine notwendig ist. Stimmt das?

Tags: , , , , ,

Comments Kommentare  »


Zur Bedeutung der Notfallpsychologie:

Written on Donnerstag, August 9th, 2001 at 22:16 by christiane

Um zu zeigen, wie das Gebiet der in der Praxis behandelt wird, möchte ich das Gebiet zunächst anhand einer Untersuchung beschreiben, die sich mit Copingstrategien (Bewältigungsstrategien) von Rettungsfahrern befaßt hat. (Lesen Sie zu diesem Thema auch den Bericht eines Rettungsfahrers und Tipps, wie man eine persönliche Katastrophe besser verarbeitet)


Zur Bedeutung der Notfallpsychologie:
Psychologische und psychotherapeutische Hilfen bei Krisen

Im Sommer/Herbst 1998 wurden Rettungsassistenten aus dem süddeutschen Raum mit klinischen Fragebögen nach ihren , ihren Strategien zur Streßverarbeitung, ihrer Lebenseinstellung und ihrer Persönlichkeit befragt:

Die Ergebnisse zeigen, daß keine der untersuchten Copingstrategien wie z.B. die Inanspruchnahme einer Gesprächstherapie unter- oder überdurchschnittlich häufig genutzt wird, sondern gleichermaßen eingesetzt werden. Dies gilt auch für aktive Strategien und für passive wie Ablenkung und Vermeidung:

  • 9,3% der teilnehmenden Rettungsassistenten erfüllten – betreffend der Streßverarbeitung – die Kriterien für das Vollbild der Posttraumatischen Belastungsstörung. 42,7% der Probanden gaben Symptome an, die nicht das Vollbild der PTSD (Post-Traumatic Stress Disorder) erfüllen, jedoch ausreichen, um auf eine subsyndromale PTSD hinzudeuten, die übrigen Befragten gaben keine (22,7%) oder nur geringe (25,3%) Symptome an.
  • Bei der Beurteilung der subjektiven in der Streßverarbeitung schätzten sich die Probanden insgesamt als leicht beeinträchtigt ein. Die allgemeine Beeinträchtigung durch Streß wurde als durchschnittlich beschwerlich beurteilt.
  • Die Betrachtung der Antworten der allgemeine Symptome ergab, daß z.B. Rückenschmerzen wie auch andere Erkrankungen durchschnittlich häufig bei den Rettungsassistenten auftraten.
  • Die Beurteilung der Lebenseinstellung der Probanden ergab, daß jene mit einer sehr positiven, optimistischen Lebenseinstellung weniger unter subjektiven Beeinträchtigungen, Post-Traumatic-Stress-Disorder-Symptomen und allgemeinen Symptomen litten wie jene mit einer negativen Lebenseinstellung.
  • Rettungsassistenten, die lt. Eigenangaben stärker unter Belastungs-Symptomen litten, berichteten auch über eine höhere subjektive Beeinträchtigung bedingt durch ihren .
  • Bei der Untersuchung der Frage, ob das Ausmaß der Belastung in Zusammenhang mit der Anwendung von bestimmten Copingstrategien steht, ergab sich, daß die Strategien ‘Emotionale Betroffenheit und Aufgeben’ mit höherer Belastung in allen untersuchten Bereichen ( PTSD-Symptome, allgemeine Symptome, subjektive Beeinträchtigung) einher ging. Daher kann davon gesprochen werden, daß die Stärke der emotionalen Betroffenheit bei den Rettungsassistenten in einem direkten Zusammenhang mit dem Ausmaß der Belastung steht.
  • In der Studie kam man ebenso zu dem Ergebnis, daß je mehr aktive Kontrollversuche von Belastungssituationen und – reaktionen des Patienten gesetzt werden, desto weniger die allgemeinen Symptome hervortreten. Für ‘Vermeidung’ und andere Strategien war kein nennenswerter Zusammenhang nachweisbar.
  • Hinsichtlich der Untersuchung der Persönlichkeit und der Höhe der Belastung ergab sich für die Skala ‘Neurotizismus’ ein durchschnittlich hoher positiver Zusammenhang mit allen drei Belastungsbereichen (s.o.), was den bisherigen Studien entspricht und bedeutet, daß je stärker der Neurotizismus bei den Rettungsassistenten ausgeprägt ist, desto stärker auch eine Belastung in Form von PTSD – Symptomen, allgemeinen Symptomen und subjektiver Beeinträchtigung nachgewiesen werden kann.
  • Die Ergebnisse weisen darauf hin, daß verschiedene Personen evtl. jeweils mehrere unterschiedliche Copingstrategien bzw. eine Kombination davon zur Verfügung haben, auf die sie zurückgreifen können und deren Auswahl je nach Art der Situation und deren Bewertung stattfindet. Hier und hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Belastung und verschiedenen Copingstrategien wäre noch weitere Forschung notwendig. Auch die Persönlichkeitsvariablen wie z.B. Extraversion und Introversion einschließlich denen, für die sich hier kein Zusammenhang nachweisen ließ, sollten noch näher im Zusammenhang mit einer Belastung betrachtet werden. Die Werte für die PTSD- Symptome liegen über denen der Normalbevölkerung, was auf die Belastung der Rettungsassistenten hindeutet und auf die Frage nach entsprechender Prävention oder Intervention hinführt.

Definition des Begriffs ‘Risiko’ aus wissenschaftlicher Sicht und aus der Sicht der Betroffenen gesehen

Somit kann davon ausgegangen werden, daß der Begriff der Krise nicht eigenständig einen Platz in der Debatte zum Krisenmanagement einnimmt, sondern nur im Zusammenhang einer Auswirkung auf eine Katastrophe gesehen wird. Ziel und Zweck der Bewußtmachung einer anderen Definition von ‘Risiko’ ist es aus heutiger Sicht gesehen, daß jeder einzelne es lernt, zwischen dem ‘objektiven’ und dem ‘subjektiven’ Einzelrisiko oder kollektivem Risiko zu differenzieren , wobei das ‘objektive’ Risiko z.B. die Rahmenbedingungen eines tatsächlich öffentlichen Autounfalles beschreibt, jedoch das ‘subjektive’ Risiko die persönliche Einstellung des Konsumenten zu dem Unfall meint. Das objektive Risiko kann so verstanden werden, daß z.B. jeder Autofahrer Informationen darüber hat, daß wenn er 0,05 Promille im Blut hat und sich ins Auto setzt, er einen Autounfall haben kann. Ein hohes subjektive Risiko ist dann gegeben, wenn der Konsument diese gegebene Gefahr der Alkoholgefährdung im Straßenverkehr nicht ernst nimmt und einen Autounfall wegen nachlässiger Einstellung zum Thema ‘Alkohol im Verkehr’ hat.

Ziele der psychologischen und psychotherapeutischem Intervention:

Damit sich jeder einzelne von uns vorstellen kann, wie er sich im Falle einer Krise optimal zu hat, möchte ich hier ganz kurz ein paar Prinzipien erläutern, wie man eine psychologische oder psychotherapeutische Krisenintervention setzen kann, damit sie von jedem sofort in der Krisensituation eingesetzt werden kann:

  • Der Helfer sollte den Betroffenen und seine Umgebung in der Krisenzeit besonders unterstützen.
  • Der Patient sollte sich darüber im Klaren sein, daß es keinen Ersatz von verlorenem/r Partner/Extremitäten gibt. Es ist nicht die Verleugnung der schmerzlichen Realität wichtig, sondern die Stütze und das Mitgefühl ( =Empathie ) des Angehörigen, Psychologen, Mediziners oder Therapeuten in der Krise.
  • In der psychologischen Krise sollte der Helfer den Patienten ermutigen, Gefühle von Trauer, Schmerz, Feindseligkeit und Aggressionen oder andere Gefühlszustände zuzulassen.
  • Die Beurteilung der Lebenseinstellung der Probanden ergab, daß jene mit einer sehr positiven, optimistischen Lebenseinstellung weniger unter subjektiven Beeinträchtigungen, Post-Traumatic-Stress-Disorder-Symptomen und allgemeinen Symptomen litten wie jene mit einer negativen Lebenseinstellung.
  • Kurzfristig erscheint es in der Krise wichtig, das persönliche Ziel des Einzelnen zu realisieren und zu definieren : Wie geht es z.B. weiter nach einer Scheidung oder anderen Lebenskrisen?
  • In der Schockphase darf der/die Betroffene nicht alleine gelassen werden, sondern sollte sich in stationäre Behandlung begeben oder von den Angehörigen betreut werden.
  • Ein rasches Erkennen der Krise und ein Eingreifen des Helfers, des Therapeuten und der Institution in Krisensituationen sollte in der Intervention möglich sein.

Eine von vielen möglichen psychologischen Kriseninterventionen umfaßt demnach Maßnahmen, die es ermöglichen, daß

  • die Wiederherstellung des psychischen Gleichgewichtes gewährleistet wird.
  • die Befähigung zur aktuellen Problemlösung kontinuierlicher ist,
  • eine selbstständige Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit stattfindet.

Im Mittelpunkt der psychologischen und psychotherapeutischen Krisenintervention steht der aktuelle Konflikt. Die Einbeziehung der Umwelt ist von Interesse. Eine eventuelle Entlastung und Unterstützung durch Medikamente sollte im Falle einer Krisensituation gesetzt werden. Eine interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Arzt, Psychologe, Sozialarbeiter und Psychiater sollte stattfinden.

Bausteine einer psychologischen Hilfeleistung in der Krisensituation:

Für die ‘psychologische’ ist nach Dohrenwend& Dohrenwend (1994) die Kenntnis

  • des Krisenauslösers ( z.B. Lebensveränderungskrise oder traumatische Krise)
  • der inneren Bedeutung der Krise ( Identitätsentwicklung, psychosozialer Werdegang, Pubertät, Entwicklungsgeschichte,..)
  • des Verlaufs von Krisen ( Sach-, Bearbeitungs- und Neuorientierungsphase, gegebenenfalls Fixierung, Neurotisierung etc.) und
  • der sozialen Situation ( funktionsfähige Umgebung oder Isolation) von Interesse

Haltung der Helfer in psychologischen Kriseninterventionen

Im Falle einer psychologischen Intervention sollte der Arzt, Psychologe, oder Helfer wenn möglich folgende Grundhaltung einnehmen:

  1. Ich nehme den anderen, wie er ist.
  2. Ich fange dort an, wo der andere steht.
  3. Ich zeige, daß ich mit ihm Kontakt aufnehmen möchte.
  4. Ich verzichte auf argumentierendes Diskutieren.
  5. Ich nehme die in mir ausgelösten Gefühle wahr.
  6. Ich verzichte auf die Anliegen eigener Wertmaßstäbe.
  7. Ich orientiere mich nach den Bedürfnissen.
  8. Ich arbeite an der Partnerschaft und vermeide Objekte und Distanz.

Im Zuge der Krise kann es zu einer suizidalen Einengung oder einer Einengung der zwischenmenschlichen Beziehung kommen. Somit bedarf es beim Betroffenen der Zuwendung des Kontaktes und der Empathie des Helfers. Es sollte dies als Versuch gesehen werden, eine günstige Distanz- Nähe Beziehung gewinnen zu können.

Psychotherapeutische Krisenintervention

Die psychotherapeutische Krisenintervention umfaßt Aktionen, die zur Linderung krisenbedingter Leidenszustände und zur Verhütung ihrer sozialen, psychologischen und medizinischen Folgen, insbesondere zur Reduzierung krisengebundener Krankheitsrisiken gedacht sind. Entscheidend in der heutigen psychotherapeutischen Intervention ist, was ein Patient im Verlauf seiner Behandlung im Umgang mit dem klinischen Versorgungssystem gelernt hat, konkret: ob er gelernt hat, für sein Beschwerdebild die geeigneten Copingstrategien der jeweiligen Therapie anzunehmen oder nicht. Eine tiefgründige Anamnese zur Abklärung der Krise ist von Interesse.

Eine angemessene Diagnostik und erfolgreiche Therapie chronischer und akuter Schmerzen in Krisensituationen erfordert sowohl die Integration der diversen Ebenen von Schmerz als auch der psychophysiologischen Erfahrungen des Patienten im Verlaufe des Chronisierungsprozesses der Krisensymptome. Die akute Krisentherapie, oder die Schmerztherapie muß mit der eventuellen Bedrohung zusammenhängen, der Körper muß schon vorher im Zentrum der Aufmerksamkeit gestanden haben.

In der Therapie ( Physio-, Ergotherapie, oder einer anderen Art von Therapie) ist abzuklären, welche Fähigkeiten der Patient noch hat bzw. eventuell verloren hat. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten vor dem Schmerzbeginn sollen erkannt und gewürdigt werden, ebenso wie ihr Verlust zusammen mit dem Patienten zu bedauern ist. In der Behandlung soll der Schmerz oder das Leid angetastet werden. Hingegen soll der sekundäre Gewinn möglichst eingeschränkt werden. Im Vordergrund der psychotherapeutischen Therapie sollte das psychoanalytische Gespräch stehen.

Anfragen und Kommentare zu diesem Artikel bitte an Irene Prokop, email: <http://www.privatedaddy.com?q=SgsXORwmFw9-2BBSdqdypiOjh6blIxEVFyNkJmQ3Fl_19>

Literaturliste:

Adler R., Hemmeler W.: ”Anamnese und Körperuntersuchung” , Geleitwort von Skure von Uexküll, 3. Auflage, Gustav Fischer ( S.200 – 201 ), 1992
Cullberg, R.: Krisen- und Krisentherapie- Psychiatrische Praxis( S.34 – 35 ), 1978
Dohrenwend& Dohrenwend (1994) (Hrsg): Stressfull life events: ”Their nature and effects” : Wiley; New York
Fisher Gustav (1992) ”Krisenintervention”, Thieme Verlag, (S. 20-22)
Hoffmann, Egle: ”Der Schmerzkranke” , Schotthauer Verlag ( S.119, Stuttgart – New York), 1993
Ringel, E. ”Die Arzt -Patient- Beziehung”, 1989 Rossmanith, Strotzka, Mandrixch Verlag
Sonneck, G.: ( 1989) S.68-69 ”Arzt-Patient-Beziehung in Krisensituationen”, Stuttgart Verlag
Zielle und Merk ( 1991), S.33, ”Psychologische Maßnahmen in Krisensituationen” Hoffmann Egle, S.119

Zum Thema ‘Traumabewältigung’ lesen Sie auch die Beiträge: Bericht eines Rettungsfahrers und Tipps, wie man eine persönliche Katastrophe besser verarbeitet.

Tags: , , , , , , , ,

Comments Kommentare  »


Von – Unbekannt

Written on Montag, April 30th, 2001 at 05:10 by forumeintrag

Conny! Ich hatte auch mal eine , sie ist aber schon eine Zeitlang her. Welche Pflanzlichen Mittel meinst du?
Liebe Grüße

Tags: , ,

Comments Kommentare  »


Von – Christiane Turnheim

Written on Dienstag, Juni 27th, 2000 at 19:12 by forumeintrag

Aufgrund einer kurzen Wochenendreise von mir hier einige späte Antworten, gereiht nach Datum der Anfrage ( gleich bei dieser Gelegenheit: Ich bin vom 5. bis 30. Juli auf Urlaub.):

Hallo Sofie,
ich weiß nicht, welche Art von Therapien Sie gemacht haben. Für eine Traumabewältigung ist eine Therapie eigentlich der geeignete Weg, aber vielleicht sind Sie kein “Typ” für eine , hätten aber mehr Erfolg mit einer Gestalttherapie oder einer Hypnosetherapie? Schreiben Sie mir persönlich, damit ich Ihnen eventuell Adressen geben kann. Sie sollten auf jeden Fall etwas gegen die und Suizidgedanken unternehmen.

Hallo Mabrukk,
auch Ihnen kann ich nur eine erneute Therapie empfehlen. Die erste Therapie hat sich offensichtlich mit den typischen Symptomen eines in der Kindheit mißbrauchten Menschen beschäftigt ohne zum Kern des Problems, dem Mißbrauch selbst, vorzustossen. Jetzt sind Sie aber einen Schritt weitergekommen und können sich mit dem eigentlichen Problem in einer Therapie auseinandersetzen. Dadurch haben Sie die Chance die Vergangenheit zu bewältigen und hinter sich zu lassen.

Hallo Andrea,
die Trauer und Einsamkeitsgefühle nach dem Tod Ihres Vaters verschlimmern sicher noch Ihr Problem, daß Sie bisher über die Enttäuschung mit der großen nicht hinweggekommen sind. Auch Ihnen kann ich daher nur raten, zumal Sie schon von Panikgefühlen sprechen, eine Psychotherapie zu beginnen. Ich gebe Ihnen gern Adressen.

Und jetzt noch ein Wort an alle Leser und Schreiber:
Ich finde, es ist wirklich keine Schande, wenn man nicht mit allen Widrigkeiten des Lebens allein fertigwerden kann, sondern auch einmal in Anspruch nehmen muß. Ich bin gern bereit mit Adressen von Therapeuten und Hilfseinrichtungen weiterzuhelfen. Dafür muß ich allerdings zumindest den Wohnort des Betreffenden kennen.

Herzliche Grüsse an alle, Turnheim

Tags: , , , , , , , , , , , ,

Comments Kommentare  »


Von – Marion

Written on Sonntag, Juni 18th, 2000 at 04:54 by forumeintrag

Hallo, hatte mich vor einiger schon mal gemeldet. Leide seit geraumer unter Stimmungschwankungen, und bekomme das alleine nicht mehr in den Griff. Ich hatte jetzt auch schon 3 Termine bei verschiedenen , habe aber gemerkt, daß ich mich in der Situation einfach nicht wohlfühle. Die Gespräche waren nicht sehr produktiv, hatte eher das abgehandelt zu werden, bzw. auch nicht erstgenommen zu sein. Es fällt mir zudem schwer, einer vollkommen fremden Person von meinem Leben zu berichten. Deshalb meine Frage, gibt es Alternativen zur klassischen , zB. Hypnose oä. Muss etwas unternehmen, aber habe die Motivation für weitere Arztbesuche ehrlich gesagt durch diese für mich negativen Erfahrungen eher verloren.
Vielen Dank und Grüße

Tags: , , , , , , ,

Comments Kommentare  »