Von – Daisy

Written on Dienstag, Oktober 13th, 2009 at 07:05 by forumeintrag

hallo Mädls,
der Frage von XY kann ich mich nur anschliessen.
Auch ich weiss aus , dass es fast nicht möglich ist, in einer Klinik unterzukommen, wenn man nicht gerade einen _Selbstmordversuch hinter sich hat.
Auch eine Therapie ist nicht so einfach zu bekommen, wenn man diese von der Krankenkasse haben will. Wartezeiten 1/2 Jahr und mehr. Wenn man sie selber bezahlt, klappt es, einen geringer Teil bekommt man von der Kasse zurück, kann sich aber leider nicht jeder leisten (eigentlich viele). Bleibt eigentlich
nur der Weg zum Hausarzt,der einem mit Medi. vollstopf u. ev. zu einem FAcharzt überweist, wo man wiederum lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss. Im Akutfall eine .
KIMBA, du bist am richtigen Weg, du musst nur durchhalten.
XY danke für diese Frage, das beschäftigt mich schon lange, wollte es nur nicht ansprechen.
Ich hab es aus eigener Kraft gechafft, es geht mir wieder gut. Ich seh das Leben mit anderen Augen wie früher,hab auch andere Wertvorstellungen, was im Leben wichtig ist.
Ich bin gespannt auf div. Antworten,
XY schreib uns doch wie es dir jetzt geht.
VENTUS, ich hoffe du bist wieder ganz gesund. Meldet euch bitte.
Grüsse an alle
Daisy

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Von – Kimba

Written on Donnerstag, Oktober 1st, 2009 at 06:43 by forumeintrag

Hallo Daisy,
auch wenn es schwierig ist zu verstehen man kann auch ohne eine depressiv werden. Mein Leben ist perfekt – wie es sein sollte. Ich war immer perfekt hatte nie einen Schnitzer im leben.. und dieses perfekte hat sich verselbstständigt. Naja ich habe einen Beruf schön und gut aber ich habe nix zu tun. Ich weiss nicht warum ich eingestellt wurde – es gibt keine arbeit für mich und wenn man jeden tag nur die 8 std. absitzt ist das keine erfüllung. Vor allem nicht wenn ich dafür 4 Studium wegwerfen kann weil ich es nicht benötige.

Ich hab heute bei 3 angerufen und warte nun auf nen Rückruf. Ich bin einfahc zu feige zum Doc zu gehen und ihn zu bitten mich einzuweisen.

LG Jutta

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Von – Daisy

Written on Donnerstag, Oktober 1st, 2009 at 06:42 by forumeintrag

Hallo Kimba
meine Worte waren nicht böse gemeint, ich wollte dir nur eine andere Türe öffnen, ausser Medi.hineinzustopfen.Ich glaube, dass das Einweisen eine gute Idee ist, du brauchst nicht nur Medi sondern auch eine , die dich wieder auf einen normalen Weg bringt.
Dass dein dich mit ignorieren bestraft glaub ich nicht. Es ist Hilflosigkeit, er kann mit dieser Situation einfach nicht umgehen, so wie jeder andere mit so einer Situation nicht unmgehen kann, der nicht geschult ist. Du darfst nicht glauben, dass alle gegen dich sind, es ist Verständnislosigkeit, man kann deine Logik nicht nachvollziehen. Dann reagiert man eben so unprofessionell.Das musst du auch verstehen. Du hast mir auch meine Frage nicht beantwortet, was in deinem Leben so eine ist, dass du in diese Situation gekommen bist.
Also denk nochmals nach wie du weiter machst, aber mach weiter, es bringt nichts, wenn du dich selber runtermachst.
Viel Kraft sendet dir
Daisy

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Von – Daisy

Written on Dienstag, September 29th, 2009 at 19:12 by forumeintrag

Hallo Kimba!
ich hab deine Eintragungen hier im alle mitgelesen u. möchte dir gratulieren zu deinem Entschluss in die Offensive zu gehen u.etwas zu tun. Aber – willst du eigentlich wirklich??? Bitte versteh mich nicht falsch, aber ich habe den Eindruck, dass du dir in deiner Rolle ganz gut gefällst. Du tust dir selber leid, du jammerst, du erwartest von anderen, dass sie Wunder wirken , ich glaube so kann das nicht gehen.Was ist eigentlich der Grund,dass du in so einer Situation bist? Ich weiss schon eine Depi kann jeder einmal haben, aber du hegst und pflegst sie ja, damit sie dir nicht abhanden kommt.
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass es Situationen gibt, wo man wirklich verzweifeln kann? Zum Beispiel eine Krankheit, die man nicht heilen kann,die einem hindert zu arbeiten, folgedessen finanhzieller Absturz,einkaufen nur mehr im Sozialmarkt,ein Partner, der einem im Stich lässt,usw. da hat man für eine Depi keine mehr, da kann man nur mehr kämpfen umzu überleben.Du hast doch alles, eine Ausbildung, einen Beruf, ein Elternhaus, finanziell dürftest du auch keine Schwierigkeiten haben, was ist so eine in deinem Leben? Wenn du nicht mehr Reiten kannst (was ja noch nicht sicher ist) dann dreht sich die Welt auch weiter, glaube mir.
Ich hab die oben beschriebenen Dinge alle durchgemacht, hab mich durchgekämpft u. bin wieder auf die Beine gekommen.Ich seh jetzt die Welt mit anderen Augen, die Wertigkeiten haben sich verschoben, es ist nicht mehr wichtig was früher wichtig war, materielle Dinge stehen ganz hinten in meiner Liste, ich arbeite wieder,und ich versuche Menschen zu helfen, denen es wirklich elend geht. Es ist jedesmal ein Erfolgserlebnis, wenn mir so etwas gelingt. Da macht das Leben wieder einen Sinn.
Denk einmal in Ruhe drüber nach, ich will dich nicht beleidigen, sondern einen anderen Weg zeigen. Einen Tip hätte ich noch, versuch doch spirituell Fuss zu fassen, das ist sehr sehr hilfreich.
Also, bitte nicht böse sein auf mich
Daisy

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Von – Tr

Written on Sonntag, März 16th, 2008 at 19:12 by forumeintrag

Hi, schreib heute das erste Mal etwas rein u. würde mich freuen, wenn mir auch jem. antworten würde.
Also mein Mann u. ich haben 2 zwei u. seit das erste vor 3 Jahren auf die Welt kam ist er ein anderer Mensch. Zuerst war er nur zeitweise launisch u. suchte immer irgend wie Streit. Dann funktionierte es wieder ne ganz perfekt. Er wollte unbedingt ein zweites Kind u. nach langen überlegen entschieden wir uns für eines. Jedoch seit ich mit dem zweiten Kind schwanger war ist unsere eine reine ! Es gibt keinen Tag wo wir nicht streiten bzw. anschreien. Egal was ich sage oder tue er beschimpft mich gleich u. schreit andauernd mit mir. Ich weiß absolut nicht mehr weiter, denn lange halte ich diese Beziehung nicht mehr aus. Besser gesagt, welche Beziehung? Eigentlich ist es schon lange keine Beziehung mehr. Vielleicht kann mir ja jemand einen Rat geben.
Danke u. Grüße

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Von – Elena

Written on Montag, März 10th, 2008 at 19:12 by forumeintrag

Hallo Leute,

habe ein Problem und suche .
Seit längerer merke ich das einige Sachen mit mir nicht stimmen. Ich war früher ein sehr ausgelassener Ruhiger mensch, seit einigen jahren fing das ganze an sich zu ändern, nur erst jetzt verspühre ich etwas dagegen zu tun da ich mir selbst und meinen mitmenschen nícht gut tue. Ich neige oft dazu richtige wutausbrüche zu bekommen, kann keine normale anfangen ohne das sie in einer endet. ich schreie meinen Freund oft an – obwohl ich die sachen auch normal regeln könnte, das passiert immer öfter, ich kann mich in solchen situationen´nicht beherschen. Mich stört einfach alles an jedem. Und glaube immer dass ich recht habe und alle anderen nicht. Ich weiss nicht woran dass liegt aber diese seite ist viel zu kurz um jedes detail hier aufzuschreiben. Ich kann es mir nicht erklären, nach so einem streit, verfalle ich nachher regelrecht in , ich mach mich dann tagelang fertig, versuche das irgendwie wieder gutzumachen – bis zum nächsten ” Auszucker” Ich kann mir selber nicht helfen – und habe Angst meinen Freund oder Freunde zu verlieren. Ich habe auch sehr stark bemerkt das ich mich extrem vor sachen fürchte, mann muss nur hinter meinem Rücken plötzlich hallo sagen, schon fürchte ich mich zu tode – obwohl ich weiss dass zb. mein freund daheim ist – und plötzlich in die küche kommt, reisst es mich total. zb. beim autofahren war ich immer locker drauf, kaum bin ich beifahrer und ich eine situation erkenne, die meiner meinung nach knapp war – springe ich auf – und mein herz rast wie verrückt. Sogar mein 18jähriger hat bemerkt wie sehr ich mich in letzter fürchte.
Ich überlege jetzt hilfe zu suchen. Was hält ihr davon.
LG
Elena

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Von – rotti2102

Written on Donnerstag, Juli 26th, 2007 at 06:08 by forumeintrag

Hallo, Selina!
Wow, Eure Zeilen haun mich beinahe um, verdammt es tut echt gut.
Freu mich, daß bei Dir im Moment alles halbwegs ok ist, aber bitte, bagatellisiere Deine Probleme nicht. Kein Mensch ist wie der andere. Der eine hält die größten Katastrophen aus, der andere zerbricht an Kleinigkeiten. Und Dein Problem hat Dich sehr belastet, wer sagt, daß es nicht ungleich schwerer ist, als meines. Egal, wer welches Problem hat, es ist einfach schön und wichtig, daß wir hier füreinander da sind.
Alles für Dich und sieh zu, daß es Dir weiterhin gutgeht. Grüße rotti

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Von – lovely

Written on Dienstag, Mai 29th, 2007 at 05:32 by forumeintrag

hi selina! du sagst das gleiche, wie viele andere leute auch! er hat eine psychologische ausbildung. er hat mich nie geliebt, dafür hat er es zu oft gesagt. sein “pflegefall” ist wahrscheinlich gar keiner. er hat in mir eine naive tussi gefunden, mit der er sich seinen spass gemacht hat und seinen psychospielchen freien lauf lassen konnte. und deinen lieben wunsch habe ich fertig gebracht: am samstag habe ich ihm den laufpass gegeben. es tut zwar sehr sehr weh, aber schlimmer als es mir im letzten halben gegangen ist, kann es auch nicht mehr werden. jedenfalls danke ich dir für deine anteilnahme und deine .
nun zu dir: meiner meinung nach bist du nicht durchgeknallt. nach 18 jahren katastrophen- bist du das gegenteil natürlich nicht gewohnt. sage es deinem neuen partner, wenn du dich eingeengt fühlst. deiner schilderung nach zu urteilen, ist er sehr verständnisvoll und er würde es auch verstehen – glaube ich. du musst dich natürlich erst daran gewöhnen, dass du auf händen getragen wirst. vorher war es ja nicht so. gib dir , sprich mit deinem partner über deine probleme mit zuviel nähe und zuviel . es versteht es sicher, dass du dich erst daran gewöhnen musst. ich wünsche euch beiden viel kraft und dass ihr es schafft.
lg lovely

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Von – Helga

Written on Freitag, Juli 1st, 2005 at 06:37 by forumeintrag

Hallo Jacqui,

ich befürchte, dass du ihn nicht aufhalten kannst.

Vielleicht hilft es, wenn du ihm sagst, dass er gehen darf.

Wie gesagt, loslassen ist oft besser, um jemanden zu gewinnen.

Festhalten treibt oft weg.

Die beruflichen Umstände haben ihm den Boden unter den Füßen weggerissen.

Er muß erst damit klarkommen und anscheinend bist du in seiner “Schußlinie”.
Das möchte er natürlich nicht, weil er dich zu sehr liebt. Deshalb auch die Angriffe seinerseits.

Wie du sagst, diskutieren ist fehl am Platz, akzeptiere im Moment seine Entscheidung.
Versucht eine Einigung, damit ihr beide etwas Luft zum Atmen bekommt. Wie die “Lösung” aussehen wird, solltet ihr euch gemeinsam erarbeiten.

Frag ihn, warum er, durch sein , auf eine zusteuert. Was der wahre Grund ist – Midlife Crisis – glaube ich nicht – eher das berufliche Desaster.
Ich weiß es nicht.
Ihr kennt euch schon so lange, Konfrontiere ihn mit solchen Fragen, wenn er gut drauf ist.
Habe und gehe behutsam vor.

Mache dir Notizen, was du dir vorstellen könntest oder was du dir von ihm wünscht.
Bereite dich auf solche “Unterhaltungen” vor, damit du nicht zu viel Druck auf ihn machst.

Oder ihr wendet euch an professionelle Hilfe wie eine Partnerberatung. streuben sich hier gern.

Und das mit dem Telefonterror, nimm die Anrufe nicht entgegen, oder lege auf, wenn du merkst, dass “Sie” sich meldet. Das ist unter deinem Niveau – also lass dich nicht darauf ein. Du weißt ja, wie die Qualität eurer Beziehung bisher war und auch wieder sein kann.

Wenn es nötig ist, besorge dir eine neue Telefonnummer(geheim), ist heute nicht mehr so schwierig diese zu bekommen.

Ich weiß, wie schwierig es ist, ich habe für meine Beziehung 3 Jahre gekämpft und mußte dann doch schweren Herzens los-lassen.
Bei mir waren natürlich ganz andere Voraussetzungen. Mein Partner hatte schon am Anfang der Beziehung eine berufliche und hatte es mir nicht gesagt. Ein Jahr darauf kam der Tod meiner Tochter, also wirklich eine nach der anderen. Er konnte und wollte nicht damit umzugehen.
Wir wollten zusammen ein halbes Jahr aussteigen, die Welt anschauen, es kam nicht mehr dazu.
Für mich brach eine Welt zusammen.

Ich habe noch während dieser eine Familienaufstellung gemacht (unter anderem um den Tod meiner Tochter besser akzeptieren zu können und um meine Beziehung zu retten), er wollte das nicht mitmachen, da er der Meinung war, daß er das selber regeln kann.
Dabei ist da so viel herausgearbeitet worden – z.B. er hörte mich nicht, d.h. energetisch war er am einen Tunnelende und ich am anderen. Er hörte mich nur, wenn ich mit einem Dritten über unsere Probleme gesprochen habe, er war darüber sehr beleidigt, es war aus seiner Sicht wie ein Verrat.
Ich habe im Zuge dieser Familienaufstellung mein “altes Muster” umgeschrieben, da er nicht mitgearbeitet hat – gehört er energetisch zum alten Muster – deshalb war die Beziehung nicht mehr zu retten.
Das ist nur ein kleiner Einblick in meinen Rettungsversuch, damit er sich nicht noch mehr von mir entfernt.

Es wäre für euch auch eine Möglichkeit, über eure Energien die Blockaden und Störungen in eurer Beziehung richtig-zu-stellen – informiere dich, wenn es dich interessiert im Internet – hier gibt es viele Infos.

Mir hat es sehr geholfen – obwohl dadurch meine Partnerschaft ge-löst wurde.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein, ich hoffe, es ist etwas dabei, was dir weiterhilft.

Wenn du noch Fragen hast, melde dich, o.K.?!

Alles

Helga

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Von – Helga

Written on Samstag, Mai 21st, 2005 at 06:04 by forumeintrag

Diese Zeile widme ich allen missbrauchten Kindern, Mädchen, – (mittlerweile auch den jungen Männern).

Als Einleitung muss ich folgendes erzählen – Ich trauerte immer noch meinem Vater nach, der infolge eines Motorradunfalls sein Leben verlor (da war ich 9 1/2), ich liebte und hasste ihn zugleich. Er war ein toller Vater, wenn er nüchtern war – wenn er getrunken hatte, vor allem Schnaps – dann gab es zwischen ihm und meiner Mutter immer Schlägereien – glaubt mir – so viel Angst, als – das kann keiner aushalten. Am Abend bevor er den Unfall hatte, betete ich, dass das endlich aufhören soll. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich mich sehr schuldig gefühlt habe, als am nächsten Tag die Todesnachricht kam. Ich kann mich heute noch gut daran erinnern – es war für mich 9 Jährige schlimm – denn die Folgen habe ich ja nicht absehen können.
Hier hatte ich mich das erste Mal einsam gefühlt, und doch befreit, aber die Angst blieb.
Da fing ich an mich zu verändern – ich zog mich zurück, war nicht mehr das unbeschwerte, fröhliche Kind von gestern – ich war traurig, einsam – er fehlte mir – Jahre später hat uns unsere Mutter Dinge erzählt, die uns Kindern die Haare zu Berge stehen liess. Mit Messerattacken, Schlägen und gerade an diesem Abend vor dem Unfall ein Schuss aus einer Pistole 5 cm neben dem Kopf unserer Mutter ins Kopfpolster. (Das ausgebesserte Kissen hat sie heute noch)
Viele Fragen sind heute noch offen – warum, was ist in meinem Vater vorgegangen? Antworten werde ich nicht mehr bekommen – meine Mutter schweigt – sie verdrängt alles.
In der Familienaufstellung habe ich gelernt zu verzeihen. Ich habe ihn in mein Herz geschlossen – er konnte nicht anders – er war doch mein Vater! Ich liebte ihn sehr – ich vermisse ihn – wäre mein Leben anders verlaufen? – es ist Vergangenheit!

Als Betroffene – ich (damals 12 Jahre alt) wurde 3 Jahre von einem 3 Jahre älteren Bruder sexuell missbraucht, erpresst, eingeschüchtert.

Angst war mein ständiger Begleiter – er hat mir meine Kindheit und meine Jugend gestohlen – zerstört.
Ich war zu naiv – ich habe es zugelassen.
Ich hatte mich noch nie so einsam und verlassen gefühlt – und wir waren eine grosse Familie – aber ich fühlte mich in meiner Not allein-gelassen.

Ich zog mich in meine Welt zurück – war meiner Familie gegenüber unaustehlich – keiner hat versucht mich zu verstehen – keiner hat mich gefragt warum ich mich so verhalte – damals konnte ich nicht anders. Ich war immer die “Böse”.
Die Leistungen in der wurden immer schlechter mein Gesundheitszustand auch. Hier ein Wehwechen, da ein Wehwechen. Sehnsucht geliebt zu werden, jemanden zum Ahnlehen, mein Herz ausschütten – keiner war für mich da. Heimliche Verliebtheiten, Schwärmereien, zu feige zu meinen Gefühlen für andere zu stehen – nie ausgelebt, zu viel Angst vor Männern.
Mit 21 Jahren – Flucht in eine Ehe – falscher Partner, nur weil er mir im Moment die Aufmerksamkeit gab, nach der ich mich so lange gesehnt hatte. Keine Alarmsignale, dass er nicht die Lösung für meine Kindheitsprobleme sein konnte. Ich wurde vor der Ehe schwanger – die Zwiespältigkeit meiner Gefühle erschrecken mich heute noch, wenn ich zurückdenke. Das Gefühl mit einem Mann zu schlafen war schön, aber im Hinterkopf das Gefühl etwas Verbotenes zu tun, lenkte mich ab, ich konnte Sexualität nie geniessen, nie ausleben, immer diese scheiss Angst, man könnte mich entdecken – erwischen – ich brauchte viele Jahre, damit ich endlich meinen Gefühlen freien Lauf lassen konnte – jetzt hab ich es geschafft, aber leider immer noch die falschen Partner – lauter Egoisten, die Frauen nur als “Gebrauchsgegenstand” für ihre Triebe benutzen. Keine – die ich eigentlich suche. Aber ich gebe mich nicht auf – ich kann warten, ich werde zwar immer älter, doch ich kämpfe um mein Recht als Frau, auch so behandelt zu werden.
Der Wunsch mein Leben zu beenden war immer da, doch ich will leben, – aber wie – innerlich spüre ich, dass ich eine liebende Frau sein kann, aber wo ist der richtige Partner, der mit meinen Gefühlen umgehen kann? Der meine Vergangenheit nicht immer wieder in den Vordergrund rückt, nur weil sein meine Erinnerungen wachrüttelt? Denn das ist es doch – wie kann man die Vergangenheit loslassen, wenn man immer wieder damit konfrontiert wird?
Ich war bei vielen Ärzten, habe Therapien angefangen und wieder abgebrochen, es ging mir wie Shady – ich fühlte mich bei meinen Therapeuten nicht wohl. Also konnte es nicht das Richtige sein – Tabletten gegen Depressionen haben mich noch tiefer nach unten gedrückt. Ich wollte ja die Ursache lösen und nicht meine Gedanken vernebeln.
Ich arbeite immer noch an mir, aber ich habe viel aufgearbeitet und ich nehme mir viel Zeit für mich. Man kann nicht 35 Jahre in ein paar therapeutischen Sitzungen aufarbeiten – es braucht Zeit – viel Zeit – und die nehm ich mir.
Hätte ich mit 17 gewusst, was für Möglichkeiten es gibt, solche Probleme zu lösen, na ja, damals waren diese nocht nicht so wie heute, dann wäre mein Leben sicher anders verlaufen. Doch die Erfahrungen, die ich bis heute gemacht habe, und auch das Positive nicht zu vergessen, wäre ich vielleicht eine unausstehliche Persönlichkeit geworden.
Mein Schicksal hat mich geformt zu dem Menschen, der ich heute bin, den Humor hab ich mir bewahrt. Es gibt noch viele traurige Momente, besonders, wenn ich Nachrichten höre. Wenn ich von Kindermorden, von Missbräuchen höre, weine ich – ich fühle mit ihnen – ich hatte ja noch Glück, mir wurde nicht so angetan (ich hoffe ihr wisst was ich meine, mit Waffen usw.), mein Körper wurde missbraucht, aber nicht meine Seele, die ist der Teil der leidet!
Es ist ist traurig, das Menschen anderen Menschen so was antun können. Wenn Vergewaltiger wüssten (?), was sie besonders den Kindern antun, sie zerstören Leben, sie nehmen den Kindern das Recht, sich so zu entwickeln, wie es den Kindern zusteht. Beschützt, angstfrei, unbeschwert, fröhlich – es ist seelischer Mord. Kein Therapeut der Welt kann einem das aus dem Kopf arbeiten – eine Gehirnwäsche wäre viel erfolgreicher. Ich für mich hab oft gedacht, dass dieser Teil aus meinem Gehirn herausgeschnitten werde müsste.
Das klingt hart, aber wieviele Betroffene denken so?
Der Verlust eines Kindes nach einem Gewaltverbrechen ist für die Hinterbliebenen eine , aber für das Opfer, (ich schäme mich als Mensch das sagen zu müssen) – die Erlösung.
Wenige Betroffene schaffen es, ein menschengerechtes, glückliches Leben leben zu Können. Vor allem verlieren sie viel Zeit, die sie für Therapien aufwenden müssen, wo andere schon Leben.

So wünsche ich allen Betroffenen die richtige Therapie zu finden, und vor allem viel Kraft und Glauben an sich selber, ihr Leben neu zu erforschen.

Verzeiht mir meine Offenheit, es musste einfach raus, denn ich bin immer noch sehr wütend, ich fühle mich machtlos der Gesellschaft gegenüber, die dies zulässt.

Helga

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Von – Helga

Written on Mittwoch, Mai 18th, 2005 at 19:12 by forumeintrag

Für Chris – zu Eintrag vom 10.4.2005

Wie geht es Dir und Deiner Familie jetzt? Hat sich die Lage schon etwas verändert? Bin neu in diesem Forum – dein Anliegen hat mich sehr berührt.
Du bist ein starker Mann und es ist schön, dass es noch gibt die um die Familie kämpfen!
Mein Tipp für dich – Hast du schon mal was von “Familienaufstellung” gehört? Hier werden Energien sichtbar gemacht – wie du schon sagtest – du hast keine Energie mehr. Du gibst diese ab – bzw. sie wird dir abgezogen.
Deine Frau ist ver-rückt – nein, nicht verrückt! – das heißt, sie ist von ihrem Energieplatz weggerückt worden, durch die Ereignisse, die sie durchlebt hat. Sie muss lernen loszulassen – dies ist sehr wichtig, da sich ihre Situation sonst nicht verbessern läßt. Ich weiß, das klingt vielleicht komisch für dich, aber ich kann dir sagen, es hilft wirklich.
Ich habe mit 9 1/2 Jahren meinen Vater verloren und nie losgelassen heute bin ich 45. Ab dem Tag an war mein Leben nur noch eine Kettenreaktion – mit 12 Jahren sexueller Missbrauch innert der Familie, Berufswunsch nicht erreicht, mit 21 geheiratet 2 Kinder innert 2 Jahren mit 25 – mit 26 Selbstmordversuch – finanzielle Nöte – Arbeit bis zu 15 Stunden täglich – mit 41 neuer Partner, neue Probleme, neuer Selbstmordversuch – mit 42, Kinder Ausbildung endlich geschafft – massive Probleme mit dem Partner weiterer Selbstmordversuch, 5 Monate später, die – Tod meiner Tochter 3 Monate vor ihrem 20.igsten Geburtstag, ehrlich – ich durfte weder Tabletten noch eine Pistole zu Hause haben. Ich konnte nicht mehr – ausgelaugt und verzweifelt – ich wollte nur noch ausruhen – “Mein Kampf” – wäre der ideale Titel für ein Buch. Und das sind nur ein paar Stationen meines Lebens. ist für mich kein Problem, da ich als Kind zu viel gesehen habe, was ausrichten kann.
Dann kam die Wende – Die Arbeit mit meinem Therapeuten – 1 1/2 Jahre harte Arbeit an mir. Sie ist kein Honiglecken – sie ist sehr schmerzhaft – voller Emotionen – manchmal habe ich Vieles nicht verstanden, aber die Wirkung war enorm – alte Freundschaften wurden gebrochen – neue kamen dazu – ist gerade im Werden und ich fühle mich schon viel Befreiter.
Was ich gelernt habe?
- dass alles, was ein schlechtes Gewissen auslöst – Energie raubt – ich muss mich schützen!
- dass ich wieder gelernt habe, auf meine innere Stimme zu hören, auf meine Gefühle zu achten, bei Entscheidungen die ich treffe
- dass ich an mich glaube und auch den Glauben an Gott wiedergefunden habe
- dass es trotz den vielen Selbstmordversuchen es schön ist das Leben mitzugestalten
- Gott gab uns einen freien Willen, und den möchte ich besser einsetzen
- dass der Körper unser Werkzeug ist, und, wenn wir ihn wegwerfen wir Nichts mehr verändern können
- dass ich mir meine Wünsche ins Herz nehme und fest daran glaube
- dass ich für jeden Tag “Danke” sage und vor allem dass ich meine Aufgabe – worin sie auch immer bestehen mag – jeden Tag auf’s neue versuche zu lösen
- ich gebe mein Bestes – jeden Tag – ich lerne – jeden Tag – bewusst
- auch wenn ein Tag mal nicht so läuft, wenn ich mal nicht wasche oder die Bügelwäsche erledige – nicht koche oder nach der Pfeiffe der anderen tanze – ich habe deswegen kein schlechtes Gewissen mehr – ich habe gelernt bewusster zu leben. Mein Leben zu leben – eigenverantwortlich!
Natürlich habe ich noch kritische Situationen, aber die sind nicht mehr so intensiv und ich kann das mittlerweile alleine bewältigen. “Geduld bringt Rosen”

Du siehst, es gibt überall auf der Welt Menschenschicksale – jeder versucht auf seine Art Probleme bzw. Aufgaben zu lösen.

Es gibt viele Lösungen, aber du musst versuchen für dich die richtige Lösung zu finden – davonlaufen ist die eine – sich der Aufgabe stellen die andere. Egal für was du dich entscheidest – hör in dein Herz, mach die Augen auf. Dies solltest du deiner Frau näherbringen – setzt euch zusammen und sucht im Internet unter Google “Familienaufstellung” und du wirst spüren, ob das das Richtige für euch ist – ich brauchte, nachdem ich von dieser Therapie gehört hatte, 3 Monate um ans Telefon zu gehen und einen Termin auszumachen – normal ist eine Wartezeit von 2 – 3 Wochen, ich hatte nach 3 Tagen einen Termin, da zu-fällig 2 Termine abgesagt wurden.

Ich wünsche dir und deiner Frau viel Kraft und viel Mut sich dem Ganzen zu Stellen um endlich wieder eine Harmonie in euren Alltag zu bringen. Viel für euren !

herzlichst Helga

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Von – edeltraud

Written on Sonntag, Februar 15th, 2004 at 05:19 by forumeintrag

ich glaube ich werde erst ruhe finden wenn ich meinem leben ein gesetzt habe. habe nochmal mit meinem mann gesprochen er sagt ich soll nicht so schnell aufgeben, aber ich kann das alles nicht mehr verstehen und ertragen . er will mir mut machen und ist zur gleichen mit ihr zusammen. ich kann nicht mehr. ich halte das einfach nicht mehr aus. ich habe das wir steuern auf eine zu. in gedanken sehe ich schon ihr lächeln über ihren sieg. ich hoffe nur das der schuß für sie nach hinten los geht und sie genau so unglücklich wird wie ich es bin. dann hätte das ganze wenigstens noch einen sinn. sie soll leiden so wie ich seit monaten gelitten habe. in der mail die sie geschrieben hat an meinen man sagt sie sie küßt ihn und braucht ihn, sie soll ihn haben. ich hoffe nur das sie ihn nicht unglücklich macht und ihn genau so liebt wie ich ihn je geliebt habe. aber das wage ich zu bezweifeln.so wie ich sie einschätze ist sie zu so einer tiefen bindung gar nicht fähig. sie hat auch einen ar… voller probleme und mein mann kam ihr gerade recht und er hat sich warum auch immer einlullen lassen und glaubt auch noch das es ist. er gibt mich für sie einfach auf, sie versteht es halt mit worten beser zu komunizieren als ich die tiefe gefühle hat bis zuletzt für meinen mann den ich bis zum schluß lieben werde. er sagt ich solle ihn nicht bedrängen aber ich glaube er weiß gar nicht was das wort bedrängnis heißt und was er mir mit dieser frau angetan hat. ich sitze hier und schreibe euch und obwohl er weiß wie es mir geht ist er mit ihr zusammen und ich weiß genau sie wird ihn wieder im griff haben. ich weiß auch wenn es mich nicht mehr geben wird, wird sie erreicht haben was sie wollte und eines tages wird auch mein man begreifen das daß was er gerade tut und seit monaten getan hat ein fehlgriff war. ich habe lange genug versucht ihm zu vermitteln, das ich nicht mehr kann. er wollte es nicht hören. jetzt kann ich nicht mehr. ich habe immer noch gedacht seine zu mir bringt ih n zur vernunft aber dieses weib ist stärker. ich habe gedacht, mein hass auf sie gibt mir kraft aber ich habe mich leider geirrt. macht es gut mädels und habt dank, das ihr für mich da wart eure edeltraud

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Von – Fanny

Written on Samstag, September 6th, 2003 at 19:12 by forumeintrag

Hallo!
ich bin 16 und alle meine Versuche von einer Partnerschaft endeten bisher in einer . Meistens war ich mit dem Junge 3 Wochen zusammen und hatte dann das Gefühl, ihn nicht mehr zu Lieben. Schließlich habe ich schluss gemacht. Das war jetzt 3 mal so.
In der Bezihung habe ich das Gefühl, allen etwas vorzuspielen un din eine Rolle gedrängt zu werden, die mich selbst nicht darstellt.
Mittlerweile ist es so, dass ich mich nur in Jungs verliebe, von denen ich weiß, dass ich an sie nicht rankommen kann und ich weiß, das ich mit ihnen keine Bezihung angehen würde.
Die zwiespaltigen Gefühle machen mich manchmal kaputt: ich bin verliebt, will aber keine Nähe.
Jetzt habe ich gelesen, das Scheidungskinder oft an Bezihungsangst leiden.
Als ich 3 war, haben sich meine scheiden lassen. ich habe ein Bild davon im Kopf, wie meine sich regelrecht prügeln und ich einfach nur vor Angst schreie. Das sind schreckliche aber wahre erinnerungen. Auch heute leide ich noch darunter, wenn sie schelcht voneinader .
Wenn ich darüber reden will, kommen mir jedesmal die Tränen.
Nun meine Frage an sie:
ist es möglich, das meine Bezihungsprobleme mit der meiner elteren etwas zu tun haben?
vielen Danke im Vorraus!
Fanny

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Tipps, wie man eine persönliche Katastrophe besser verarbeitet

Written on Samstag, Mai 31st, 2003 at 01:06 by christiane

Jeden kann es treffen – plötzlich und aus heiterem Himmel: ein Unfall, der Tod eines nahen Angehörigen, die Diagnose einer schweren Krankheit, eine Vergewaltigung, das Haus brennt ab….Persönliche Katastrophen, die dem Betroffenen den Boden unter den Füßen wegzureißen drohen. Die ersten typischen Reaktionen sind und Verleugnung, d.h. man kann im ersten Augenblick das Ausmaß der Katastrophe noch garnicht begreifen.

Sobald der lähmende Anfangsschock nachläßt, kommen andere Reaktionen, die individuell sehr unterschiedlich sein können:

* Plötzliche Stimmungswechsel, leicht weinen müssen, deprimiert, ängstlich oder nervös sein.
* Die Gedanken kreisen fortwährend um das Ereignis oder es wird wiederholt in der oder im Traum durcherlebt. Erinnerungsbruchstücke verdrängen andere Gedanken, hindern daran Alltagsanforderungen zu erfüllen, erhöhen den Herzschlag und führen zu Schweißausbrüchen.
* Konzentrationsprobleme, Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen, Schlafprobleme und Appetitlosigkeit.
* Die Beziehungen zu anderen Menschen leiden: Man reagiert häufiger gereizt und gerät in Streit.
* Körperliche Reaktionen können den emotionalen Streß begleiten: Kopfschmerzen, Übelkeit oder Brustschmerzen. Möglicherweise verschlechtern sich auch bestehende Krankheiten.

Jeder, der eine persönliche Katastrophe verarbeiten muß, sollte sich vor Augen halten, daß es keine Standardreaktion darauf gibt und kein allgemein gültiges Muster, wie man damit fertig wird. Einige Menschen reagieren sofort nach dem Erleben einer traumatischen Streßsituation, andere erst Wochen oder gar Monate später. Einige kommen relativ rasch darüber hinweg, andere leiden sehr lang.

Wie kann ich mir selbst helfen?

Es gibt einige Möglichkeiten sich selbst zu unterstützen, um das emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen:

* sich selbst Heilungszeit zugestehen. Erlauben Sie sich zu trauern und seien Sie geduldig: Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck wieder funktionieren zu müssen.
* Nehmen sie Unterstützung von anderen an. Falls ihre ganze Familie von der Katastrophe betroffen war, müssen sie damit rechnen, daß dieses “Unterstützungssystem” geschwächt ist und selbst Hilfe braucht. Wenden Sie sich dann an Freunde und Arbeitskollegen. Reden Sie über die Katastrophe oder führen sie ein Tagebuch.
* Für einige typische Traumasituationen gibt es Selbsthilfegruppen, z. B. bei Vergewaltigung oder einer Krebsdiagnose. Auch hier finden Sie emotionale Unterstützung und die Möglichkeit, sich Belastendes von der zu sprechen.
* Ihr Körper kann durch emotionalen Stress geschwächt und krankheitsanfällig werden. Legen Sie daher besonderen Wert auf gesunde Ernährung und ausreichend und Bewegung.
* Halten Sie Ihren bisherigen Tagesrhythmus bei, planen sie aber für Hobbies oder Treffen mit Freunden ein. Tun Sie sich selbst Gutes.
* Die Genesungszeit von einer Katastrophe ist keine Zeit für große und erneut streßvolle Lebensentscheidungen wie Jobwechsel oder Hauskauf.

Wie kann ich meinem Kind helfen

Kinder leiden nach einer traumatischen Erfahrung oft lange an Angstzuständen. Einige machen Rückschritte in ihrer Entwicklung, beginnen wieder mit Daumenlutschen und Bettnässen. Andere haben Alpträume oder wollen nicht allein schlafen. Die Schulleistungen können nachlassen, aggressive Ausbrüche oder völliger Rückzug vom Familienleben sind möglich. Kinder brauchen in dieser Situation Hilfe von ihren :

* Verbringen Sie mehr Zeit mit Ihren . Lassen sie es zu, daß die Kinder nicht von Ihrem Rockzipfel weichen. Seien sie großzügig mit Zärtlichkeiten.
* Versuchen sie mit Ihrem Kind, falls es noch jünger ist, das Erlebte spielerisch zu verarbeiten. Lassen Sie z. B. den Lieblings-Teddy einen Unfall haben oder ermuntern Sie Ihr Kind ein Bild über das Ereignis zu malen.
* Sprechen Sie mit älteren Kindern über das Erlebte, über Gedanken und Gefühle. Beantworten Sie die Fragen Ihrer Kinder. Versichern Sie Ihren Kindern immer wieder, daß Sie Ängste, Befürchtungen und auch Nachlassen von Schulleistungen verstehen.
* Auch für Kinder gilt: Behalten sie den gewohnten Tagesrhythmus mit den üblichen Essens- und Bettzeiten bei. Das hilft Kindern das für Sicherheit und Normalität wiederzuerlangen.

Wann sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?

Die Zeit heilt alle Wunden heißt es und auf viele Menschen trifft das auch zu. Leider gilt es aber nicht für alle. Manche Menschen haben sogar das Gefühl, ihre Reaktionen werden eher schlimmer als besser: Sie sind extrem nervös, traurig, leiden unter Schlaflosigkeit, unvermittelten Tränenausbrüchen, sind entscheidungsunfähig oder streitsüchtig und laufen Gefahr, Arbeitsplatz und Freunde bzw. Lebenspartner zu verlieren. Bei Kindern können wiederholte aggressive Ausbrüche auftreten, massive Leistungseinbrüche und Lernschwierigkeiten in der Schule oder extremer Rückzug und Isolation von anderen.

Sofern die Reaktionen auf ein traumatisches Erlebnis also über Wochen und Monate überhaupt nicht schwächer werden und ernsthafte Konsequenzen für das Alltagsleben drohen, dann sollte professionelle Hilfe durch einen Psychologen oder Psychotherapeuten in Anspruch genommen werden.

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Von – claudi

Written on Dienstag, Mai 6th, 2003 at 06:00 by forumeintrag

hallo marleen….an solchen Affaerchen, und wie Du ist meine kaputt gegangen. Klar, bist nicht Du schuld, die Maenner legens drauf an….aber es muss schon auch Maedels wie Dich geben, denen es nichts ausmacht, dass ein Mann verheiratet ist, und die soche Sprueche ablassen, vielleicht schaff ich es ja, dass er sich wie blind in mich verliebt. Hast Du Dir eigentlich Gedanken gemacht, was Du da anfaengst, und wie vielen Menschen Du zu einer wirst? Vielleicht hat er ja auch noch ……?????
Macht nix, man koennte ja zusammenpassen? Hast Du ir ueberlegt, dass er vielleicht auch mit seiner Frau zusammenpasst? Maenner legens uf Maedels wie Dich doch nur an. Du bist ein billiger Spielball fuer sie. Ich hab meinen verlassen…………..Moege das Maedel saich an ihm erfreuen, bis sie abgelegt wird und das naechste Maedel die gleichen Fragen wie Du stellt.

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Von – Wichtel 19

Written on Donnerstag, Dezember 19th, 2002 at 05:18 by forumeintrag

Advent, Advent, ein Kraftwerk brennt…

Auch in diesem Jahr häufen sich Katastrophenmeldungen von Ereignissen, die auf zu exzessiven Gebrauch von Weihnachtsdekoration zurückzuführen sind:

Sonntag,1.Advent 10.00 Uhr.
In der Reihenhaussiedlung Oenkelstieg lässt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche breitet sich aus, die Freude ist groß.
10 Uhr 14:
Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Oenkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.
19 Uhr 03:
Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Hocklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst arglos.
20 Uhr 17:
Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten, durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens, an das Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.
20 Uhr 56:
Der Diskothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Metropolis das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40 Meter Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.
21 Uhr 30:
Im Trubel einer Club-Feier im Kohlekraftwerk Sottrup-Hocklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.
21 Uhr 50:
Der 85-Jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tief hängende Wolkendecke.
22 Uhr 12:
Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Kleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Oenkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Brohrmeyer gelandet.
22 Uhr 37:
Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstrasse Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel, die Experten in Houston sind ratlos.
22 Uhr 50:
Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sottrup-Hocklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.
23 Uhr 06:
In der taghell erleuchteten Siedlung Oenkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.
23 Uhr 12 und 14 Sekunden:
In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Hocklage wie Donnerhall. Durch den stockfinsteren Ort stapften irre, verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

Autor unbekannt

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Von – Krissi

Written on Dienstag, November 20th, 2001 at 06:49 by forumeintrag

Hallo Julia (mit a natürlich!) Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich habe mich beherrscht, nicht zu heulen, aber als ich eben deine Zeilen gelesen habe, ging es doch los. Nur: ich sitze in der Firma. Kommt nicht so gut!

Der Abend gestern war eine . “Zufällig” habe ich in der Jacke meines Mannes ein Einzelbild einer Kollegin (sieht man an den Klamotten) gefunden. Ich konnte es nicht glauben. Ich habe es rausgenommen. Er wollte dann einen Freund abholen und kontrolliert immer seine Taschen. Er merkte also, dass es fehlte. Er hat nichts gesagt, ich habe nichts gesagt. Das Variete war zur Abwechslung schön. Er hat mich in den Arm genommen, meine Hand genommen, was er sonst von allein seltener tut. Ich habe es aber nicht so richtig erwiedert.

Danach fuhr er seien Freund nach Hause, kam um 24:00 zurück. Er fragte nur, was gibt´s zu Essen? Ich sagte, mach dir doch einen Toast. Und er sagte, was für ein toller Geburtstag ohne Essen! Als wir losfuhren, hatten wir gerade Kaffee getrunken. Den ganzen Abend sagte er nicht, dass er noch Hunger hat. Er hätte auch was sagen können, bevor er den Freund nach Hause gefahren hat. Jetzt bin ich wieder die Dumme. Ich hätte es wissen müssen.

Die ganze Nacht habe ich wachgelegen, bin aufgestanden, wieder hingelegt, geraucht wie ein Schornstein. Ich kann nicht mehr. Was mache ich mit der Frau? Ich denke, es ist soweit, den Horror zu beenden, aber ich habe Angst. Ich weiß gar nicht, wie ich den Tag hier überstehen soll. Soll ich etwas sagen wegen dem Foto oder nicht?! Ich hatte es wieder in die Tasche getan und er war auch schon wieder dran, weil er es zwischen Papieren versteckt hat. So kann ich nicht weiterleben!

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Von – Lara

Written on Dienstag, Juli 24th, 2001 at 05:18 by forumeintrag

Hallo Mim!
Es ist schon richtig, was du mir schreibst, aber wenn ich so alle anderen Einträge hier lese, dann sehe ich, daß es vielen gar nicht anders geht, bzw. noch schlechter- vielleicht sollte ich auch “wenn zu sehr lieben” lesen! ich komme nicht weg von ihm, die 2 Tage “lieb sein” von ihm, trösten mich meist wieder über die anderen tage “beschissen sein” hinweg, und so wurschtel ich mich von einer woche zur nächsten.. das Haus, das ich für UNS renoviere, findet er jedesmal eine , hat kein ermunterndes Wort dafür und gibt mir das , daß er es gar nicht mehr will und dann wenn es fertig sein wird doch nicht einzieht! ich weiß zwar nicht, auf was ich noch hoffe, aber ich möchte es zumindest bis dahin noch versuchen, vielleicht ändert ein Zusammenleben die Situation doch?!? vielleicht kannst du morgen mittag im Chat sein? Ich schau mal so um 12.30 uhr hinein
Grüße Lara

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Bericht eines Rettungsfahrers

Written on Samstag, Juli 21st, 2001 at 20:53 by christiane

Vorbemerkung von Mag. Turnheim: Dieses Mail erreichte mich vor einigen Monaten. Ich veröffentliche es an dieser Stelle, da es passend zum Artikel über , in dem eine über Rettungsfahrer vorgestellt wird, die Belastung eines Betroffenen durch ein traumatisches Ereignis zeigt. Ich habe den Bericht etwas gekürzt und alle auf Ort und Identität des Schreibers entfernt.


Bericht eines Rettungsfahrers

Ich bin seit 3 Monaten beim Zivildienst und bin dem Rettungsdienst zugeteilt. Ich hatte schon einige schlimmere Fälle, aber noch nie etwas, was mich derartig seelisch stark belastet hat wie dieses Ereignis:

Meldung des Anrufers lautete: ‘Schwerer Verkehrsunfall!’ Mein Fahrer und ich sprangen ins Rettungsauto und fuhren los. Am Zielort kommen uns schon Passanten entgegengelaufen! Ein Mann sagt zu mir: ‘Den zweien geht’s gut – dort drüben liegt einer, der rührt sich nicht mehr!’ Schnell laufen wir zu den beiden deformierten Autos. Von der Weite sah man keine Personen in den Wracks. Als wir auf der offenen Seite des einen Fahrzeuges standen, war ich schockiert! Ein Mann, die Augen weit offen, nicht ansprechbar, lag in diesem Auto. Ich handelte nach Vorschrift und sprach den Mann an, doch dieser reagierte nicht. Mein Fahrer, einige Passanten und ich beförderten den Patienten vom Auto auf den danebenliegenden Acker. Ich holte sofort alle notwendigen Geräte aus dem Rettungswagen und anschließend begannen wir mit der Reanimation. Es war grauenvoll. Nach ca. 10 Minuten waren bereits Notärzte an der Unfallstelle. Einer kam zu uns, checkte den Patienten und meinte, wir können aufhören. Ich stand auf und sah den Mann dort liegen und wollte nicht kapieren, daß er tot sei. Am liebsten hätte ich nie aufgehört zu reanimieren. Wir mußten jedoch noch weitere leisten, da mehrere Verletzte am Unfallort waren.

Zurück an der Dienststelle reinigten wir Geräte, Fahrzeug und alles was dazugehört. Anschließend sprachen mein Fahrer, einige Kollegen und ich in einem ausführlichen Gespräch über den Unfall. Wir sind eine sehr humane Dienststelle, wo man dies gut machen kann. Alle waren sehr hilfsbereit und tatsächlich hat es mir sehr geholfen. Auch meine Familie steht mir sehr zur Seite. Dennoch beschäftigt mich der Tot des Mannes sehr.

Es stellt sich mir die Frage: ‘Hab ich alles richtig gemacht? Bin ich schuld?’ Ich bin kein labiler Mensch, muß jedoch sagen, daß dieses Ereignis ein Schock bzw. Denkstein in meinem Leben war und auch noch ist. Ich habe im Moment riesige Angst vor einem weiteren Autounfall, doch ich hoffe ich bekomme dieses Problem in den Griff. Seit dem Geschehen geht es mir jetzt schon besser. Ich kenne die Strecke, an der dieser schrecklich Unfall passiert ist gut. Im Moment glaube ich, bin ich nicht einmal im Stande an dieser Stelle vorbeizufahren. Vielleicht gibt sich das mit der – hoffentlich.

Nachtrag: Viele Helfer stellen sich die Fragen ‘bin ich schuld? Hätte ich etwas anders machen können?’, wenn der Hilfseinsatz nicht erfolgreich war. Berufs-Helfern wie Feuerwehrleuten, Rettungsfahrern und Polizeibeamten sollten daher erleichterten Zugang zu , Therapeuten oder – wie es auch schon praktiziert wird- zu speziell für die Krisenbetreuung ausgebildeten Kollegen haben. Lesen sie zu diesem Thema auch die Artikel: Zur Bedeutung der Notfallpsychologie und Tipps, wie man eine persönliche Katastrophe besser verarbeitet.

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Von – Chiara

Written on Dienstag, September 26th, 2000 at 04:56 by forumeintrag

Ich bin 21 Jahre alt,mein ist 37.Bis er geheiratet hat,damals war ich 12,hatten wir ein prima Verhältnis,glaube ich zumindest.Mit seiner Frau habe ich mich von Anfang an überhaupt nicht verstanden,sie fand ungefähr jedes zweite Wort von mir “respektlos”,und so haben wir uns immer seltener gesehen,was mir aber eigentlich Recht war,ich wollte mir ja nicht andauernd sagen lassen, was für ein schlechter Mensch ich bin.Die beiden haben mir alle paar Monate beleidigende Briefe geschrieben,d.h. einmal waren sie auch auf meine sauer und haben einen 15 (!!) Seiten langen Brief geschrieben,dass ich so schnell wie möglich ausziehen sollte,da sie mich sowieso nicht unterstützen würde,mir keine Kleidung kaufen würde und was weiß ich noch alles,was aber völliger Blödsinn war,ich verstehe mich mit meinen Eltern in jeder Hinsicht super.

1998 habe ich geheiratet.Danach war erstmal Ruhe und ich dachte,alles würde sich irgendwie einspielen.Immerhin war Hannah inzwischen (nach 7 Jahren) endlich schwanger und mein Bruder kam sogar zu meinem AbiBall und hat sich “ganz normal” benommen.Mein Mann (Nigerianer) und ich haben sie auch mal besucht und so war alles relativ in Ordnung.Dachte ich.
Im Januar 2000 hatte ich die Bestätigung für meinen Studienplatz in der Hand,und zwei Wochen später erfuhr ich,dass ich ein erwartete.Es war für mich eine mittlere ,weil ich doch an die Uni wollte.Klar,ich wusste,dass ich meine Pille nicht gut vertrage (deshalb war ich auch beim Frauenarzt,an dem Tag wo ich von der Schwangerschaft erfahren hab,ich wollte die Pille wechseln),aber ich hätte NIE gedacht,dass ich ein erwarte.Meine Eltern und mein Mann haben mich dann überzeugt,dass es doch nicht schlimm ist,und dass ich ja auch 2001 noch studieren kann und so habe ich mich dann auch drauf gefreut.Als mein Bruder angerufen hat,hab ich ihm’s erzählt und er hat gemeint,dass er sich auch freut.Fand ich zwar überaschend,aber toll.Also dass er sich freut.
Ein paar Tage später hat meine Mama die 3 (ihr Baby wurde am 26.12.99 geboren) besucht und hat was ganz anderes zu hören bekommen.Ich hätte mein Kind nur aus Eifersucht gezeugt,weil ich ihnen nicht gönnen wollte,auch mal im Mittelpunkt zu stehn.Zudem wäre es respektlos,dass ich im Hause meiner eltern Sex mit meinem Mann hab (gut,wir wohnen noch da,aber wir haben 2 Zimmer für uns und bezahlen den Mietanteil,ich wolle meine Eltern nur ausnutzen,Charles (mein Mann) sei sowieso das letzte immerhin sei er schwarz (Hannah ist aus Polen,also auch nicht deutsch,aber immerhin ne Weiße,oder wie?!?) und hätte nicht studiert (hat er nicht,aber er ist trotzdem der beste und liebste für mich!).Das muss man sich mal geben,ich bin 21 und hatte ganz BESTIMMT andere Pläne als jetzt im Moment Himbeerblättertee zu trinken :-) und Windelpreise zu vergleichen.
Ich wollte ihrer Tochter die Aufmerksamkeit meine Eltern nicht gönnen.Zudem würde mich mein Kind sowieso hassen (ja das hat er so gesagt) weil es ne dunkle Hautfarbe kriegt.
Das hat mich wirklich verletzt,aber ich weiß bis heute nicht,wie ich richtig reagieren soll.Ins Gespräch zu kommen scheiterte bis jetzt einfach daran,dass die mit den Worten ” ich bin immerhin 16 Jahre älter,du darfst nicht respektlos mit mir ” unterbrochen wurde.Was soll ich darauf antworten?Dass “älter sein” kein Verdienst ist?Oder was?Wenn sie uns in Ruhe lassen würden,fänd ich’s ja schon mal in Ordnung,aber was immer ich tue wird von vornherein verurteilt.
hat jemand von Euch nen Rat?Es wäre echt hilfreich,ich hab nämölich jetzt schon panik was passiert wenn ich im KH lieg wegen der geburt und die mich besuchen kommen.
Bis dann
Chiara

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Von – Unbekannt

Written on Dienstag, September 19th, 2000 at 19:12 by forumeintrag

Hallo Helmuth!

Dein kommt mir bekannt vor. Immer toll sein, immer lieb sein, immer nach Anerkennung hecheln! Mit diesem Verfahren unterdrückst du deine höchst eigene Persönlichkeit! Du wirst sozusagen zu einem Anpassungsgenie! ……..Prima, für die Leute um dich herum………..aber………..eine für dich! ……………. Du hast offensichtlich Angst, dein „wahres ich” zu zeigen. ……..Jedes eines Menschen hat einen Grund der in der Vergangenheit liegt. Dieses Selbstunterdrückungssystem hast du offensichtlich in deiner Kindheit erlernt. Du mußtest dich so , um dich an deine (damalige) Umwelt anzupassen. Du machst diese Dinge heute immer noch, obwohl sie jetzt völlig unsinnig geworden sind. Denk mal nach……..wenn solch eine Situation wieder vorbei ist. Was wolltest du mit deinem erreichen….. Wem, wolltest du gefallen……… Und, welche Belohnung wolltest du, für dein ? …………… Die Erkenntnis dieser Dinge zerstört bereits einen Teil solcher Verhaltensmuster. Übrigens, ich war auch mal so…………………… Nun denk mal nicht ich bin vollkommen. Bin ich nicht…Dein Beitrag hat mich dazu veranlaßt auch mal meine Problematik zu Papier zu bringen, und ins zu senden. Mach ich die nächsten Tage……………..Anmerkung: Du solltest mal eine solche Situation „laufen lassen” und erst später darüber nachdenken, weil solche Situationen praktisch immer mit einer leichten Bewußtseinstrübung behaftet sind………. Wünsche dir viel Erfolg……….Wenn du Lust hast komm mal in den Chattroom……. Am besten Abends…….. Machs gut! Roland

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Von – toscana

Written on Sonntag, September 10th, 2000 at 04:56 by forumeintrag

und alle anderen Forumteilnehmer!
Zunächst möchte ich ausdrücken, daß ich Ihre Seite für ganz großartig und wichtig halte. Bei mir hat sie es geschafft, trotz , Distanz und keinem persönlichen Gegenüber so etwas wie eine therapeutische Situation herzustellen, in der ich mich nun ein wenig öffnen möchte und über mich erzählen will. (Ich bin Frau, 41, wohne in Wien)
Vor etwa 4 Wochen ist das, was ich nie erwartet hätte, passiert: Ich habe entdecken müssen, daß mein Mann (wir kennen einander seit 8 Jahren, sind 4 verheiratet, keine Kinder) mich betrügt und in zunehmendem Maße belügt. Es hat sehr lange gedauert, bis er zugegeben hat, daß es da eine andere Frau gibt. Die Antwort auf das Warum? konnte er mir bis heute nicht geben und betont nach wie vor, daß er mich sehr lieb hat und nicht verlieren möchte.
Also habe ich begonnen, meinen Anteil an der Krise oder dem Zusammenbrechen unserer Beziehung zu suchen. Ich bin ein sehr wahrheitsliebender Mensch und schaffe es (glaube ich zumindest) in den letzten Jahren immer besser, diese haltung auch mir gegenüber konsequent einzunehmen. Das war nicht immer so. Früher habe ich aus Selbstschutz und aus hungriger Seele heraus Traum- und Lügengebäude um mich herum aufgebaut – wie gut es mir geht, daß ich immer einen tollen Freund habe, daß ich im Studium gut vorankomme,…
Seit etwa 10 Jahren bin ich aus diesem Teufelskreis heraussen. Damals habe ich auch versucht und auch geglaubt, es geschafft zu haben, meine Beziehungssucht zu erkennen und aufzuarbeiten. Ich fand damals Robin Norwoods “Wenn zu sehr lieben”, habe es durchgearbeitet und war, wie schon gesagt, überzeugt, frei von diesem Problem zu sein. Mit dieser Einstellung begann ich auch die Beziehung zu meinem heutigen Mann und muß heute, wo ich (auch durch seinen Auszug aus unserer Wohnung) ganz auf mich alleine zurückgeworfen bin, erkennen, daß ich tiefer drinstecke, als mir jemals bewußt war. Es folgten: der Fall in ein schwarzes Loch, Trauer, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, erstaunlicherweise kaum Wut.
Mir ist das Buch wieder eingefallen und ich habe es hervorgekramt und noch einmal (diesmal als echt Betroffene und nicht in der Rolle einer Rezensentin, die gar nicht wirklich davon betroffen ist und ohnehin schon alles weiß)durchgearbeitet.Das hat dazu geführt, den Anteil meiner Schuldgefühle und den Teil an Verantwortung, die ich übernehmen muß und möchte, auf ein realistisches Maß zu reduzieren. War ich zunächst davon überzeugt, allein durch diese Krankheit zu 100% für das Scheitern unserer Beziehung verantwortlich zu sein, weiß ich jetzt, daß auch dazu immer zwei gehören, deshalb sind wohl 50% auch genug.
ich arbeite hart und komme täglich ein Stückchen weiter. Mühselig habe ich auch aus dem Internet eine Selbsthilfegruppe gefunden, der ich mich nächste Woche anschließen werde (allerdings noch mit gemischten Gefühlen und Erwartungen, da ich da völliger Neuling bin, aber man kann es ja probieren).
Überrascht hat mich auch, daß ich gar nicht so alleine bin, wie ich geglaubt habe. Nachdem ich mich (anders als sonst!) auch gegenüber einigen Freunden und meiner Familie geöffnet habe und eine hilfesuchende Hand ausgestreckt habe, waren da auf einmal eine ganze Menge helfender Hände. Ich spüre Solidarität und fühle mich gut aufgehoben in diesem (zugegeben noch kleinen) Netz, das mir geholfen hat und hilft, nicht allzu tief zu fallen. Dafür bin ich unendlich dankbar!
Ich schreibe diesen Beitrag, um allen Mut zu machen, eine derartige Katastrophe auch als eine Chance zu sehen, zu sich selber zu finden. Ich möchte mich und meine Einstellung zu mir verändern, ich will mich besser kennen- und liebenlernen, damit ich auch andere frei und ohne Obsessionen lieben kann. Ich bin sicher, ich bin auf dem richtigen Weg und zum richtigen Zeitpunkt wird auch die Liebe zu mir kommen! ich lasse jeden Tag ein Stückchen von der Krankheit und auch der Klammerung an die Beziehung zu meinem Mann los und jeden Tag gewinne ich ein Stückchen Selbst dazu.
I`m on my way and I think it is a good one!

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